Nach Tod von Gründer Thomas Wagner Unister meldet Insolvenz an

Das Reiseunternehmen Unister hat vier Tage nach dem Tod von Firmengründer Thomas Wagner Insolvenz angemeldet. Der operative Betrieb läuft aber weiter.

Unister-Firmenschilder
Unister

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Nach dem tödlichen Flugzeugabsturz von Internetmillionär Thomas Wagner hat sein Unternehmen Unister Insolvenz angemeldet. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Anwalt Lucas Flöther bestellt, wie dessen Kanzlei mitteilte.

"Das vorläufige Insolvenzverfahren sichert die Handlungsfähigkeit der Gruppe", sagte ein Sprecher der Kanzlei. Weil die Miteigner sich nicht auf eine Nachfolge von Wagner an der Spitze der Firmengruppe einigen konnte, wurde Insolvenz angemeldet. Wie hoch die Zahl der Miteigentümer ist, konnte der Sprecher noch nicht sagen. Weiter heißt es: "Die operativen Gesellschaften der Firmengruppe sind nicht von der Insolvenz betroffen." Die Insolvenzanmeldung betreffe ausschließlich die Holding.

Zum Leipziger Unternehmen Unister gehören mehr als 40 Internetportale, unter anderem Fluege.de und Ab-in-den-Urlaub.de. Das Unternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben mehr als tausend Mitarbeiter.

Wagner war am Donnerstag mit einem Kleinflugzeug in Slowenien abgestürzt. Er hatte Unister 2002 in Leipzig gegründet, als er noch Student war. Unister erklärte nach dem Unglück, das Unternehmen werde die Nachfolge Wagners "sehr zeitnah" regeln und kommunizieren.

msc/AFP/dpa



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