New York - "Die gute Nachricht ist, dass ich mich in Ordnung fühle, und nach meinem normalen Terminplan weiterarbeite", sagte Robert "Ben" Benmosche am Montag in New York. Der AIG-Chef hatte zuvor mitgeteilt, dass er Krebs habe. Er ist der Mann, der den gestrauchelten US-Versicherungsriesen AIG nach den Turbulenzen der Finanzkrise wieder fit machen soll.
AIG war vor zwei Jahren fast pleitegegangen. Der einst weltgrößte Versicherungskonzern hatte sich mit komplizierten Finanzkonstrukten auf dem US-Häusermarkt verspekuliert. Die Regierung in Washington rettete AIG mit 182 Milliarden Dollar und hält nun rund 80 Prozent am Unternehmen. Mittelfristig will der Staat aber aussteigen.
Benmosche betonte, es gebe einen klaren Plan, dem Steuerzahler sein Geld zurückzugeben. Was seine eigene Zukunft anbelange, müssten noch die kommenden Monate abgewartet werden. "Die Behandlung läuft."
Benmosche unterzieht sich nach eigenen Angaben einer aggressiven Chemotherapie. Er denke derzeit aber nicht ans Aufhören, sagte der 66-Jährige. Er habe vor, seine Arbeit bei AIG bis zu seinem für 2012 geplanten Gang in den Ruhestand normal weiterzuführen. An welcher Art von Krebs Benmosche erkrankt ist, teilte AIG nicht mit.
Verwaltungsratschef Robert Miller stärkte Benmosche den Rücken: "Unsere Gedanken und Gebete sind bei Ben und seiner Familie." Der Chefkontrolleur versicherte, dass AIG nicht führungslos sei oder werde. Es gebe ein starkes Management-Team.
Beobachter werteten die Nachricht dennoch als klar negativ für den Konzern. Die Aktie verlor im Handel nach Börsenschluss ein Prozent ihres Wertes.
wal/dpa/Reuters
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