Nachtflugverbot: Deutlich weniger Fracht am Flughafen Frankfurt

Was lärmgeplagte Anwohner freut, sorgt beim Frankfurter Flughafen für sinkende Umsätze: Das kürzlich vom Bundesverwaltungsgericht bestätigte Nachtflugverbot drückt die Zahl der Frachtflüge deutlich. Bei den Passagierflügen stellte der Airport dagegen einen Rekord auf.

Landendes Flugzeug bei Frankfurt: Mehr Passagiere, weniger Fracht Zur Großansicht
dapd

Landendes Flugzeug bei Frankfurt: Mehr Passagiere, weniger Fracht

Frankfurt - Die Warnungen waren deutlich. Einen jährlichen Verlust von rund 40 Millionen Euro prophezeite Lufthansa Cargo, falls das Nachtflugverbot am Frankfurter Flughafen bestehen bleiben sollte. Die Richter des Bundesverwaltungsgerichts zeigten sich davon unbeeindruckt: Anfang April bestätigten sie das Verbot.

Nun zeigen neue Zahlen des Flughafenbetreibers Fraport, dass die Zahl der Warentransporte tatsächlich stark rückläufig ist. Das Frachtaufkommen am größten Flughafen in Deutschland sank demnach im März um 10,9 Prozent auf rund 184.000 Tonnen. Im gesamten ersten Quartal betrug das Minus im Vergleich zum Vorjahr 11,7 Prozent. Als Grund nannte Fraport neben neben dem Nachtflugverbot auch die "weltwirtschaftlichen Unsicherheiten".

Das Bundesverwaltungsgericht hatte das Verbot von Starts und Landungen am Frankfurter Flughafen zwischen 23 und 50 Uhr bestätigt, das seit Herbst 2011 galt. Vor dem Verbot flogen nachts vor allem Frachtflieger von Lufthansa Cargo.

Deutlich besser lief es für Fraport beim Passagiergeschäft, dort verbuchte der Flughafen im März einen neuen Rekord: Mit 4,5 Millionen Passagieren und einem Plus von 4,1 Prozent wurde ein Spitzenwert aus dem März 2007 um gut 50.000 Passagiere übertroffen. Von Januar bis März reisten 12,2 Millionen Fluggäste über den Frankfurter Flughafen, ein Plus von 3,5 Prozent.

Trotz der mehrheitlich positiv aufgenommenen Zahlen verzeichnete die Fraport- Chart zeigen-Aktie am Montag moderate Abschläge. Bis zum späten Vormittag sank ihr Kurs um ein Prozent auf 47,85 Euro.

dab/Reuter/dpa

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insgesamt 19 Beiträge
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1. Wow..
Betta 16.04.2012
Ist ja total erstaunlich, dass nach dem Nachtflugverbot auch die Zahl der Warentransporte rückläufig ist. Wer hätte das gedacht? Was für eine Meldung...
2. Eigentlich logisch...
sappelkopp 16.04.2012
Zitat von sysopWas lärmgeplagte Anwohner freut, sorgt beim Frankfurter Flughafen für sinkende Umsätze: Das kürzlich vom Bundesverwaltungsgericht bestätigte Nachtflugverbot drückt die Zahl der Frachtflüge deutlich. Bei den Passagierflügen stellte der Airport dagegen einen Rekord auf. Weniger Fracht: Flughafen Frankfurt spürt das Nachtflugverbot - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,827764,00.html)
...aber was ebenso logisch ist: Statt in Frankfurt landen die Flieger nun an anderen Flughäfen, also der Wirtschaft und den Arbeitsplätzen allegemein schadet es nicht. Es ist allenfalls eine Verlagerung.
3.
linx 16.04.2012
Zitat von sysopDas kürzlich vom Bundesverwaltungsgericht bestätigte Nachtflugverbot drückt die Zahl der Frachtflüge deutlich.
oder um genauer zu sein, das Nachtflugverbot drückt die Zahl der Flüge Nachts deutlich. Eine aussergewöhnliche Meldung, vor allem wenn man bedenkt dass von den vorher genehmigten 17 Flüge pro Nacht, sich 11 die Lufhansa gesichtert hat. Worauf aber überhaupt nicht im Artikel eingegangen wird, dass die Genehmigung der Nachtflüge noch gar nicht umgesetzt war und vorher gestoppt wurde. Die Verluste können nicht vom Verbot einer vorher nicht vorhandenen Leistung entstanden sein. Quelle: Luftverkehr: Gericht stoppt Nachtflüge am Frankfurter Flughafen - Wirtschaft - Aktuelle Wirtschafts- und Finanznachrichten - Augsburger Allgemeine (http://www.augsburger-allgemeine.de/wirtschaft/Gericht-stoppt-Nachtfluege-am-Frankfurter-Flughafen-id17081051.html)
4.
Ger-mann 16.04.2012
Fluglärm ist Folter...und weil nur noch 18 Std.am Tag gefoltert werden darf machen die Folterer ein paar Millionen weniger Umsatz....die Armen.
5. Nachtflugverbot...
nudelhuber 16.04.2012
gibt es doch schon seit Ende Oktober. Dann muss es in den Vormonaten ja auch schon rückläufig gewesen sein.
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