Rückgang bei GM, Ford, Fiat Chrysler Autoabsatz in den USA schwächelt

Seit fünf Monaten Flaute: Auf dem US-Automarkt geht der Absatz weiter zurück und das zum Teil deutlich. Es trifft die großen drei US-Hersteller - aber auch die deutschen Autobauer.

Die Firmenzentrale des Autokonzerns General Motors
DPA

Die Firmenzentrale des Autokonzerns General Motors


Die Flaute auf dem US-Automarkt hält an. Sowohl heimische als auch ausländische Hersteller haben mit schlechten Absatzzahlen zu kämpfen. Besonders schlimm getroffen hat es den Markführer General Motors. 226.107 Fahrzeuge konnte das Unternehmen im Juli verkaufen, das sind 15 Prozent weniger als im Juli 2016. Damit liegen die Amerikaner nur noch knapp vor dem Rivalen Toyota Chart zeigen, der als einer der wenigen großen Autobauer die Verkäufe steigern konnte. Plus 3,6 Prozent machen 222.100 Autos.

Die Japaner machten im Juli ein deutlich besseres Geschäft als der zweite große amerikanischen Automobilhersteller Ford Chart zeigen, der im Juli mit etwa 200.200 Fahrzeugen nach eigenen Angaben 7,5 Prozent Fahrzeuge weniger los wurde. Beim italienisch-amerikanischen Konzern Fiat Chrysler Automobiles Chart zeigen-Chrysler sieht es noch schlechter aus, hier sind die Absatzzahlen um 10 Prozent auf 161.500 Wagen gesunken. Die anderen japanischen Hersteller Honda Chart zeigen und Nissan Chart zeigen verbuchten Rückgänge von einem und drei Prozent.

Die sinkende Nachfrage bekommen auch die deutschen Autobauer zu spüren. Besonders düster sieht es bei BMW Chart zeigen aus. Insgesamt wurden die Münchener mit 26.363 Fahrzeugen ihrer Marken BMW und Mini 13,7 Prozent weniger Autos los. Bei der Kernmarke BMW liegt das Minus bei fast 15 Prozent. Das entspricht 21.965 Autos. Lediglich die SUVs der X-Modellreihe konnten etwas zulegen.

Die in den USA generell hohe Nachfrage nach großmotorigen Fahrzeugen in Geländewagenoptik hat auch Porsche Chart zeigen geholfen. Das Unternehmen verkaufte im abgelaufenen Monat, der einen Verkaufstag weniger hatte als im Vorjahr, 3901 Sportwagen. Das kleine Plus von 0,6 Prozent geht hauptsächlich auf das neue SUV-Modell Macan zurück.

Der Mutterkonzern VW, der in den USA derzeit wegen des Dieselskandals ohnehin immens unter Druck steht, wurde 5,8 Prozent seiner Volkswagen weniger los. 27 091 Fahrzeuge wurden im Juli verkauft. Vor allem bei den wichtigen US-Modellen Jetta und Passat ging der Absatz zurück. Dennoch schlägt sich VW im schwächelnden US-Markt mit einem Verkaufsplus von 5,9 Prozent im bisherigen Jahresverlauf noch vergleichsweise gut. Die Premium-Tochter Audi wurde im Juli 2,5 Prozent mehr Neuwagen bei US-Kunden los als im Vorjahreszeitraum.

Für Daimler Chart zeigen hingegen war der Juli herausfordernder Monat, wie es der US-Chef Dietmar Exler am Standort in Atlanta ausdrückte. Soll heißen, 9,2 Prozent Mercedes-Benz-Pkw weniger verkauft. Die Vans und die Kleinwagenmarke Smart mitgerechnet sind die Rückgänge sogar noch etwas größer. Daimler-Manager Exler hofft deshalb auf neue Produkte, die im zweiten Halbjahr auf den Markt kämen.

löw/Reuters/dpa



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Bueckstueck 01.08.2017
1. Donald tweets
Wem wird das Donald per tweet diesmal die Schuld geben? Oder wird er gar Besserung versprechen? Es reklamiert ja jede positive Nachricht für sich, obwohl die Ursachen freilich nicht auf seiner Politik des Versagens fußen können.
go-west 01.08.2017
2. Ich habe bis heute nicht verstanden,
warum die Japaner so viele Autos in den USA absetzen können, gerade im Vergleich zu den deutschen Herstellern. Warum ist VW nicht in der Lage, dort mindestens genauso viel Fahrzeuge wie Toyota abzusetzen?
Worldwatch 02.08.2017
3. An keiner Stelle ...
... wird spekuliert, warum die Amis derzeit weniger Kfz kaufen als im Vorjahr. Und, wie sieht es am Markt für Nutzfahrzeuge aus? Gut, Geld welches Joe & Joanne Sixpack nicht haben, können sie nicht für einen Neuwagenkauf, auch mit attraktiven Kreditrahmen, ausgeben. Die versprochenen Jobs, seitens D.Trump, sind auch nur Wunschdenke bisher, und mit Magereinkommenjobs ist auch sodann ein Neuwagenkauf kaum stemmbar. Immerhin reichte es für die jap. Autoschmiede 'T.' für ein leichtes Plus im Absatz. Wegen des guten Qualitäts-und Serviceleumund? Oder, weil so US-amerikanisch? Nun ja, vielleicht freuen sich ja die Gebrauchteagenhaendler und Flickwerkstaetten?
ArnoNyhm1984 02.08.2017
4. Die weltweite Finanzkrise, 2.Teil..
2007 begann alles mit dem Platzen der US-amerikanischen Blase am Häusermarkt. 2017 beginnt nun alles mit dem Platzen der US-amerikanischen Blase am Automarkt?
fatherted98 02.08.2017
5. Weil...
Zitat von go-westwarum die Japaner so viele Autos in den USA absetzen können, gerade im Vergleich zu den deutschen Herstellern. Warum ist VW nicht in der Lage, dort mindestens genauso viel Fahrzeuge wie Toyota abzusetzen?
....die Japaner und zwischenzeitlich die SKoreaner die entsprechenden Modelle haben...und zwar sehr vielfältig. Vor allem Riesen SUVs und Pick-ups. Die gibts in Deutschland/Europa gar nicht...weil die hier in keine Parklücke passsen. Zum Beispiel der Automarkt in Thailand fährt auch auf solche Typen ab...dort fahren 50% Pick Ups...und zwar alles von Nissan bis Toyota...Deutsche Autos....fast Fehlanzeige (VW will jetzt nachziehen, Mercedes ist als Statusymbol recht beliebt...aber nicht in Masse). Und genau so siehts auch in den USA aus....VWs neuer Pick Up kommt halt viel zu spät und ist auch viel zu teuer...und...jetzt hat VW auch noch das Imageproblem. Zudem...wenn die VW Verkäufer/Werkstätten genauso in den USA gegenüber dem Käufer auftreten wie in Deutschland (grenzenlose Arroganz...vorgegeben vom Konzern) dann wundert mich, dass die in den USA überhaupt ein Auto verkaufen.
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