Bank of America, JP Morgan, Citigroup US-Behörde verhängt hohe Strafen gegen drei Top-Banken

Eine weitere US-Aufsichtsbehörde schlägt zu: Im Devisenskandal müssen die Bank of America, JPMorgan und die Citigroup hohe Strafen zahlen - insgesamt 950 Millionen Dollar.

Filiale der Bank of America am Times Square in New York: Manipulationsvorwürfe
DPA

Filiale der Bank of America am Times Square in New York: Manipulationsvorwürfe


London/New York - Rund um den Globus gehen Finanzkontrolleure seit mehr als einem Jahr dem Verdacht nach, dass Händler mehrerer Banken Kurse abgesprochen und Kunden ausgetrickst haben. Den internationalen Großbanken werden zahlreiche Manipulationsversuche vorgeworfen. Jetzt müssen drei Institute die Rechnung dafür begleichen: Die US-Aufsichtsbehörde OCC ("Office of the Comptroller of the Currency") verhängte Strafen in einer Gesamthöhe von 950 Millionen Dollar.

Die Bank of America habe eingewilligt, 250 Millionen Dollar zu zahlen, JP Morgan und der Citigroup wurden eine Strafe von jeweils 350 Millionen Dollar auferlegt. Die Regulatoren werfen den drei Banken vor, Online-Chat-Räume genutzt zu haben, um die Manipulation von Devisenkursen abzusprechen und vertrauliche Informationen auszutauschen. Die Finanzinstitute haben in Übereinkunft mit der OCC die Vorwürfe weder eingeräumt noch abgestritten.

Früher am Mittwoch hatten bereits drei andere Aufsichtsbehörden aus den USA, Großbritannien und der Schweiz fünf Banken Strafen in Höhe von insgesamt knapp 3,4 Milliarden Dollar auferlegt - ebenfalls wegen mutmaßlicher Manipulation von Devisenkursen. Betroffen waren ebenfalls die Citigroup und JP Morgan, außerdem auch die HSBC, die Royal Bank of Scotland (RBS) und die UBS.

bos/AP/Reuters



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