T-Mobile USA: Behörden genehmigen Fusion mit MetroPCS
Die Deutsche Telekom kommt einer Lösung ihrer Probleme im amerikanischen Mobilfunkmarkt näher: US-Behörden haben die Fusion mit dem Rivalen MetroPCS erlaubt. Noch-Konzernchef Obermann soll im neuen Unternehmen Aufseher werden. Allerdings sperren sich noch zwei Großaktionäre gegen den Deal.
Washington - Die zuständigen US-Behörden haben keine Einwände gegen eine Verschmelzung von T-Mobile USA mit dem Rivalen MetroPCS. Der Netzregulierer FCC sowie die Wettbewerbshüter des amerikanischen Justizministeriums segneten den Zusammenschluss am Dienstag ab. Nun sind die Aktionäre von MetroPCS am Zug - zwei große Anteilseigner sperren sich allerdings gegen das Geschäft. Kommt die Fusion dennoch zustande, soll Informationen des manager magazin zufolge Noch-Telekom-ChefRené Obermann in den Aufsichtsrat einziehen, auch wenn er den Posten an der Konzernspitze spätestens zum Jahresende verlassen wird.
T-Mobile USA ist die Nummer vier unter den US-Mobilfunkern, MetroPCS ist die Nummer fünf. Beide sind für ihre vergleichsweise günstigen Angebote bekannt. Das US-Justizministerium erklärte, es sei unwahrscheinlich, dass die Verbraucher durch den Zusammenschluss Nachteile erleiden würden. Im Gegenteil, die Fusion könnte den Wettbewerb sogar beleben. FCC-Chef Julius Genachowski sieht es ähnlich, denn das Duo würde ein stärkeres Gegengewicht zu den zumeist recht teuren Marktführern Verizon
, AT&T
sowie Sprint
bilden. "Mit der heutigen Genehmigung wird der amerikanische Mobilfunkmarkt weiter gestärkt", sagte Genachowski.
Widerstand von zwei MetroPCS-Großaktionären
Noch im Sommer 2011 war die Telekom mit ihren Plänen für den US-Markt an den Wettbewerbshütern gescheitert. Damals hatten die FCC und das Justizministerium die Übernahme von T-Mobile USA durch den wesentlich größeren Rivalen AT&T abgelehnt. Sie hatten befürchtet, die US-Mobilfunkkunden müssten dann mehr zahlen. In der Folge suchte die Deutsche Telekom
nach einem neuen Partner für ihre US-Tochter und entschied sich im vergangenen Herbst für MetroPCS. Die Telekom soll 74 Prozent am neuen Unternehmen halten.
Am 12. April sollen die Anteilseigner von MetroPCS über die Fusion abstimmen. Das Management von MetroPCS kämpft für den Zusammenschluss, zwei Großaktionäre sind jedoch dagegen: Hedgefonds-Mogul John Paulson, der mit knapp zehn Prozent den größten Anteil hält, sowie die US-Anlagefirma P. Schoenfeld Asset Management. Beide verlangen bessere Bedingungen. Paulson kritisiert zudem, die neue Firma würde zu viele Schulden haben.
Erst Ende Februar hatte die Deutsche Telekom einen Jahresverlust von 5,3 Milliarden Euro bekanntgegeben. Ursache war vor allem das angeschlagene US-Geschäft. Im vergangenen Oktober musste der Konzern eine Wertminderung bei T-Mobile USA in Höhe von 7,4 Milliarden Euro vornehmen.
fdi/dpa
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- T-Mobile USA/MetroPCS: Obermann soll in US-Aufsichtsrat einziehen (manager-magazin.de)
- T-Mobile USA/Metro PCS: Hedgefondsmanager torpediert Fusion (manager-magazin.de)
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