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US-Gesundheitswesen: Biotech-Konzern Amgen wegen Korruption verklagt

Der Biotechnologie-Konzern Amgen wird beschuldigt, Schmiergelder an Medizinanbieter gezahlt zu haben, um den Absatz seines Medikaments Aranesp anzukurbeln. Mehrere US-Bundesstaaten haben Anklage erhoben.

New York - Der weltgrößte Biotechnologie-Konzern Amgen Chart zeigen ist von 14 US-Bundesstaaten sowie dem Bezirk Columbia wegen des Verdachts auf Schmiergeldzahlungen verklagt worden. Der US-Konzern soll Ärzte und andere Mitarbeiter im Gesundheitswesen bestochen haben, eines seiner Medikamente gegen Blutarmut zu verschreiben.

Der Anklage seien landesweite Ermittlungen vorausgegangen, teilte der New Yorker Generalstaatsanwalt Andrew Cuomo am Freitag mit. Neben Amgen wurden ein Großhändler und eine Einkaufsorganisation angeklagt. Die Vergehen reichten mindestens bis ins Jahr 2002 zurück. Das Unternehmen selbst nahm zunächst nicht zu den Vorwürfen Stellung. Zur Höhe des möglichen Schadens oder dem Wert der Bestechungsleistungen machte der Generalstaatsanwalt vorerst keine Angaben.

Den Ermittlungen zufolge bekamen die Ärzte für die Verschreibung des milliardenschweren Anämie-Präparats Aranesp unter anderem gefälschte Beraterverträge und kostenlose Wochenendreisen. Amgen soll auch dazu angestiftet haben, für kostenlose Arzneiproben Erstattungen unter anderem beim staatlichen Hilfsprogramm Medicaid zu beantragen.

"Medikamente sollten nach den Bedürfnissen von Patienten, Nutzen und Sicherheit verschrieben werden und nicht auf das Versprechen eines Großkonzerns hin, alle Kosten für einen Urlaub zu bezahlen", kritisierte Cuomo.

Das Anämie-Medikament Aranesp zählt für Amgen zu den wichtigsten Umsatzbringern. Im vergangenen Jahr lag es unter den Produkten des Konzerns nach Angaben des US-Wirtschaftsdienstes Bloomberg auf Platz drei. Amgen nahm damals mit dem Medikament 3,1 Milliarden Dollar ein.

can/dpa-afx

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