New York - Einnahmen mehr als verdoppelt, Gewinn deutlich im Milliardenbereich - die US-Investmentbank Goldman Sachs ist wieder in der Erfolgsspur. Im dritten Quartal verdiente das Geldinstitut nach eigenen Angaben unter dem Strich rund 1,5 Milliarden US-Dollar. Das war deutlich besser als von Analysten erwartet, wie die Bank weiter mitteilte. Die Einnahmen stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sogar um mehr als das Doppelte auf 8,4 Milliarden Dollar.
Grund für das gute Ergebnis von Goldman Sachs
ist vor allem die Erholung an den Finanzmärkten. Insbesondere deutliche Kursgewinne bei eigenen Wertpapieranlagen trugen zu dem hohen Gewinn der weltweit führenden Investmentbank bei. Die jüngsten milliardenschweren Konjunkturhilfen der US-Notenbank Fed kommen aber nicht nur den Börsenkursen, sondern auch dem US-Häusermarkt und dem Handel mit Krediten zugute. Auch dies wirkte sich positiv auf die Geschäfte von Goldman Sachs aus.
Im eigentlichen Kerngeschäft des Investmentbankings lief es ebenfalls wieder besser. Dort stiegen die Einnahmen um 49 Prozent. Das Handelsgeschäft und das Geschäft mit Unternehmensfusionen kommt aber nur langsam in Schwung. Goldman-Chef Lloyd Blankfein sprach zurückhaltend von einem grundsätzlich soliden Ergebnis angesichts des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds.
Aussichten für Goldman Sachs sind gut
Noch vor einem Jahr war das Institut angesichts der Schuldenkrise in Europa mit mehr als 400 Millionen Dollar in die roten Zahlen gerutscht. Das war erst der zweite Quartalsverlust in der Goldman-Geschichte überhaupt. Bislang tat sich die Bank schwer, sich davon zu erholen. So sackten die Erträge im ersten Halbjahr auf den niedrigsten Stand seit sieben Jahren.
Die weiteren Aussichten sind nun aber positiv für Goldman Sachs: International gibt es wieder mehr Bewegung an den Märkten, so stehen etwa mehr Börsengänge an. Zudem scheint das Übernahmegeschäft wieder an Fahrt zu gewinnen. So ist Goldman Sachs außer der Deutschen Bank
einer der wichtigsten Berater bei der 20 Milliarden Dollar schweren Übernahme des US-Mobilfunkunternehmens Sprint
durch den japanischen Mischkonzern Softbank
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fdi/Reuters/dpa/dapd
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