Monster setzen Barbie zu: Gewinn von US-Spielwarenhersteller Mattel sinkt

"Barbie-Dreamhouse" in Berlin: Mattel verdient zunehmend mit Monstern Zur Großansicht
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"Barbie-Dreamhouse" in Berlin: Mattel verdient zunehmend mit Monstern

Der US-Konzern Mattel hat im zweiten Quartal deutlich weniger verdient als erwartet. Vor allem die Traditionsmarke "Barbie" verkaufte sich schlechter. Dass der Umsatz insgesamt stabil blieb, verdankte das Unternehmen einer Serie mit Monster-Figuren.

New York/El Segundo - "Barbie" muss sich vor den Monstern fürchten: Das wohl bekannteste Puppengesicht des US-Spielwarenherstellers Mattel verkauft sich seit einem Jahr von Quartal zu Quartal schlechter. Auch im vergangenen Vierteljahr verdiente der Konzern mit der "Barbie"-Serie zwölf Prozent weniger als zuvor.

Insgesamt sank der Nettogewinn von Mattel im Vergleich zum Vorjahr um rund 24 Prozent, von 96,2 auf 73,3 Millionen Dollar. Das entsprach 21 Cent pro Aktie, Analysten hatten mit rund einem Drittel höheren Gewinnen gerechnet. Auch der Konzernumsatz blieb hinter den Erwartungen zurück: Er stieg um rund ein Prozent auf 1,17 Milliarden Dollar. Hier waren 1,22 Milliarden erwartet worden.

Frankenstein statt "Barbie"-Puppe

Dass der Umsatz insgesamt stabil blieb, verdankt Mattel einer wenig "Barbie"-haften Produktserie: Die Reihe "Monster-High" verkaufte sich im zweiten Quartal deutlich besser - die Spielzeuge sind an Figuren wie Frankenstein oder Graf Dracula angelehnt. Allerdings konnte auch die konventionelle Puppenmarke "American Girl" um rund 14 Prozent zulegen.

Die Mattel-Aktien verloren zwischenzeitlich 7,1 Prozent. Auch die Titel des größten Konkurrenten Hasbro verloren 1,7 Prozent. Analysten sehen in elektronischen Spielzeugen eine Bedrohung für den Gesamtmarkt der klassischen Spielwarenhersteller: Die "analogen" Produkte seien weniger gefragt. Mattel verwies hingegen auf höhere Kosten vor dem zweiten Halbjahr.

usp/AP/Reuters

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insgesamt 3 Beiträge
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1.
ediart 17.07.2013
Nur Gut das dieser Plastikmüll sich nicht mehr gut verkauft.
2. eltern die ihren Kindern
tabernakelmenetekel 18.07.2013
Diese hässlichen puppen kaufen sollten mal zur familienberatung. Dann doch lieber hungerbarbie
3. Irrtum
nyarlathotep 18.07.2013
Zitat von ediartNur Gut das dieser Plastikmüll sich nicht mehr gut verkauft.
Diese Meldung strotzt vor Fehlinformation. Die angeblichen "Monster High"-Puppen sind kein Gegenprodukt zu der mädchenverstörenden Barbie-Serie, sondern deren konsequente Fortführung. Es handelt sich hier mitnichten um Action- oder Monsterfiguren für Jungs sondern um Barbiepuppen der neuen Generation! Der unnatürliche Körperbau wird hier sogar noch verschärft, da man, an das Fantasygenre angelehnt, gar nicht mehr versuchen muss, menschliche Proportionen einzuhalten. So wird mit größeren Köpfen und AUgen das Kindchenschema bedient und die Püppchen haben NOCH längere Beine, NOCH dünnere Taillen, etc. Dadurch dass man sich im Outfit und der Schminke der neuen Barbies an Gruselvorbildern orientiert, erreicht man lediglich ein neues Zielpublikum, nämlich junge Punk- und Gruftiebegeisterte Mädchen, bzw. deren alternativ angehauchte Eltern, während die klassischen Barbies weiterhin die konservative Stammkundschaft bedienen. So wird die Barbiekrankheit durch die Monsterpüppchen nicht etwa konterkariert, sondern in noch schlimmerer Form an eine Generation weitergegeben, die eigentlich dem Barbiekitsch entwachsen schien. War Barbie schon ein Paradebeispiel für Magersucht, sind die Gruselmädchen von Monsterhigh die personifizierte Essstörung. Man sollte vielleicht mal nachforschen, wieviel Anteil Mattel an Firmen für Anorexie-Medikamente hält...
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