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US-Tochterfirma: Deutsche Börse steigt ins Pferdewettengeschäft ein

Es klingt wie Satire, ist aber durchaus ernst gemeint: Die Deutsche Börse will künftig im Pferdewettenmarkt mitmischen. Laut "Handelsblatt" soll die US-Tochter ISE Sportwetten anbieten. Es geht um ein Milliardengeschäft. 

Düsseldorf - Die Deutsche Börse will über ihre US-Tochter ISE in das Geschäft mit Pferdewetten einsteigen. Dazu soll das Handelssystem auf die Bedürfnisse von Sportwetten angepasst werden. "Die Gespräche für einen ersten Geschäftsabschluss laufen gut", sagte Tom Ascher, Strategievorstand der ISE, dem "Handelsblatt". Damit stieße die Derivatetochter der Börse in ein Milliardengeschäft vor. Alleine in den USA umfasst der Markt für Pferdewetten zehn Milliarden US-Dollar.

Die ISE will mit ihrem Handelssystem "Longitude" Wetttypen bei Sportwetten einführen, wie sie an Börsen üblich sind. So soll es demnächst möglich sein, eine bedingte Wette zum Beispiel auf die Platzierung eines Pferdes abzugeben, die wieder gestrichen wird, wenn die Gewinnquote eine bestimmte Schwelle unterschreitet. Unterstützt wird die Tochter der Deutschen Börse bei ihrem Vorhaben vom Verband der US-Pferdezüchter Jockey Club.

cte/dpa

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