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Vergleich mit US-Justiz: Bank of America will 17 Milliarden Dollar zahlen

Filiale der Bank of America am Times Square in New York: Zur Großansicht
DPA

Filiale der Bank of America am Times Square in New York:

Die Bank of America soll beim Verkauf von Hypothekenpapieren getäuscht haben. Jetzt will sie sich mit der US-Justiz auf einen Vergleich einigen. Kostenpunkt: Bis zu 17 Milliarden Dollar - eine Rekordsumme.

New York - So viel Geld hatte noch kein Unternehmen jemals in einem Zivilprozess an die US-Justiz überwiesen: Die Bank of America will laut "Wall Street Journal" und "New York Times" ("NYT") zwischen 16 und 17 Milliarden Dollar für einen Vergleich zahlen. Dies sei der Inhalt eines vorläufigen Übereinkommens mit dem Justizministerium. Jedoch sei diese Einigung noch nicht endgültig. Pikant: Wenige Wochen zuvor soll die Bank der Justiz laut "NYT" lediglich neun Milliarden Dollar angeboten haben, davon nur drei in Bargeld. Die Gespräche waren daraufhin zum Stillstand gekommen.

Der Durchbruch sei laut den Berichten der beiden Blätter bei einem Telefongespräch zwischen Unternehmenschef Brian Moynihan und US-Justizminister Eric Holder in der vergangenen Woche erreicht worden. Ermittler werfen dem Finanzinstitut vor, die Bank of America habe Investoren bei Deals mit Hypothekenpapieren gelinkt.

Die Bank of America bezeichnet sich als das führende US-Finanzierungsinstitut - und hätte mit der Einigung vor Gericht einen weiteren, wenngleich auch eher unrühmlichen Rekord verbucht: Wegen ähnlicher Vorwürfe hatte Banken-Konkurrent JPMorgan im vergangenen November die bis dato höchste Vergleichssumme von 13 Milliarden Dollar auf den Tisch gelegt. Für die Bank of America wäre der Vergleich ein weiterer tiefer Griff in die Taschen: Laut "New York Times" hat das Institut bereits mehr als 50 Milliarden Dollar für Strafen und Vergleiche gezahlt. Das Gros der Probleme sei durch den Zukauf der Investment Bank Merrill Lynch und des Immobilienfinanzierers Countrywide entstanden.

daf/dpa

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1.
kuac 07.08.2014
Die Zahl 17 Milliarden sagt gar nichts, ob das viel oder wenig sein soll. Dazu müsste man wissen, wieviel die Bank mit dem Betrug verdient hatte.Vielleicht viel mehr als 17. Davon kann man ausgehen.
2. andere gehen in den Knast
HankTheVoice 07.08.2014
hier gibt es so nette Begriffe wie "geschummelt" oder "Anleger wurden gelinkt".... da ich herkomme nennen wir das Betrug und davon kann man sich nicht freikaufen. Die Strafen sind doch in der Kalkulaton schon drin und scheinen zum System der Bankster zu gehören.
3. cui bono?
dunning-kruger 07.08.2014
17 Mrd. wohl aus der Portokasse, um nicht vom Markt genommen zu werden? Woher stammt das Geld, wohin wird es gehen?
4. Und?
Reichnix 07.08.2014
Zitat von sysopDPADie "Bank of America" soll beim Verkauf von Hypothekenpapiere geschummelt haben. Jetzt will sie sich mit der US-Justiz auf einen Vergleich einigen. Kostenpunkt: Bis zu 17 Milliarden Dollar - eine Rekordsumme. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/usa-bank-of-america-vor-vergleich-mit-justiz-17-milliarden-dollar-a-984858.html
Mir fehlt die Einordnung der Strafe zum erzielten Gewinn. Ist es denn nun eine Strafe oder nur ein Aspekt des "Schummelstreichs", des Fauxpas? - Der Bundeshaushalt 2014 sieht Ausgaben in Höhe von 296,5 Milliarden Euro vor. - Die Royal Dutch Shell erzielte einen Umsatz 2013 von über 350 Milliarden Euro. - Die "Bank of America" hat ihren Hauptsitz in Charlotte, USA. Sie zählt zu den führenden Vermögens-Management-Unternehmen und betreut rund 4 Millionen Kleinunternehmer sowie private Kunden und Klein- bis Mittelunternehmen in 40 Ländern. Die Bilanzsumme betrug im Jahr 2012 rund 1,64 Billionen Euro. - Mit einer Bilanzsumme von über 2,0175 Billionen Euro ist die "Industrial & Commercial Bank of China" die größte Bank der Welt (2013). - Wie hoch die Bilanzsumme der Constellis Holdings, des größten privaten Militärunternehmens, ist, ist allerdings unbekannt.
5. wie groß ist der tatsächliche schaden?
alleauswandern 07.08.2014
für jeden einzelnen Menschen? wieviele Menschen haben sich umgebracht wegen dieser "Leute"? und die machen fröhlich weiter!
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