Handelsstreit USA listen 1300 chinesische Waren für Strafzölle auf

Elektronikprodukte, Flugzeugteile, Medikamente - rund 1300 chinesische Waren umfasst die Liste, die Trumps Handelsbeauftragter ausgearbeitet hat, um sie mit Strafzöllen zu belegen. China droht mit Konsequenzen.

DPA/ CHINATOPIX

Im Handelsstreit mit China haben die USA am Dienstag eine Liste mit chinesischen Importwaren veröffentlicht, die mit Strafzöllen belegt werden sollen. Die Liste umfasst rund 1300 Waren im Wert von "schätzungsweise 50 Milliarden Dollar" (etwa 40 Milliarden Euro), wie das Büro des US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer mitteilte.

Betroffen sind unter anderem Elektronikprodukte, Flugzeugteile, Medikamente und Maschinen. Sie sollen in Zukunft mit einem Strafzoll von 25 Prozent des Importwerts belegt werden. Bevor die Zölle in Kraft treten können, muss die Liste noch einem 30-tägigen Prüfprozess unterzogen werden.

China drohte umgehend mit Vergeltung. "Wir werden entsprechende Maßnahmen gegenüber den USA in gleicher Höhe und gleichem Ausmaß vorbereiten", hieß es in einer Erklärung des Handelsministeriums in Peking. Die konkreten chinesischen Gegenmaßnahmen sollen "in naher Zukunft" verkündet werden. "Wir sind zuversichtlich und in der Lage, auf jeden Handelsprotektionismus der USA zu antworten."

China werde umgehend die Schiedsgremien der Welthandelsorganisation (WTO) anrufen. "Solche einseitigen und protektionistischen Aktionen" verletzten grundlegende Prinzipien und Werte der WTO, erklärte die chinesische Botschaft in den USA. Das Vorgehen der USA diene weder den chinesischen noch den US-Interessen und "noch weniger den Interessen der Weltwirtschaft".

Erst am Montag hatte China Strafzölle auf US-Produkte im Wert von rund drei Milliarden Dollar verhängt. Die chinesische Regierung reagierte damit auf die bereits von US-Präsident Donald Trump erlassenen Strafzölle auf Stahl und Aluminium.

Der US-Präsident wirft China "unfaire Handelspraktiken" vor. Das Handelsdefizit mit China, das im vergangenen Jahr umgerechnet rund 300 Milliarden betrug, ärgert ihn.

vet/AFP/dpa

insgesamt 74 Beiträge
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kurtbär 04.04.2018
1. deutschland muss sich solidarisch mit china zeigen
deutschland muss sich solidarisch mit china zeigen. die welt darf sich durch die usa nicht auseinander dividieren lassen. sonst verliert die welt.
hoteskull 04.04.2018
2. Wto?
Was sagt die denn nun eigentlich zu dem sich anbahnenden Handelkrieg und dem Ausbrechen der USA?
frenchie3 04.04.2018
3. Im Einklang mit chinesischem Recht
kommen die Gegenmaßnahmen. Dann ist die WTO endgültig draußen vor.
NoName! 04.04.2018
4. Eine für die Weltwirtschaft unangenehme Entwicklung
Aber Trump hat auch hier, wieder einmal, recht! China hat in den letzten 20 Jahren auf kriminelle und absolut unfaire Art und Weise seine Handelspartner inkl. EU und Deutschland benachteiligt! China muss endlich in die Wchranken verwiesen werden! Trump handelt richtig!
Worldwatch 04.04.2018
5. Wem der beginnende Handelskonfikt mehr schadet ...
... ist nicht ausgemacht. Aber mit der Auswahl der Strafzoelle trifft China das Klientel D.Trump' wohl empfindlich. Aber die Hauptwaffe China' im Handelskonflikt, dürfte auf monetärer Ebene liegen; bislang kaufte das Reich der Mitte den US of A reichlich Schuldverschreibungen ab. Ob und inwieweit nun an dieser Stelle den USA die ?Wirtschaftsparty auf Pump? erschwert wird, werden wir sehen. Das aber ?ohne Moos nix los? ist, wird selbst die ?make USA great again" Fraktion bald erkennen (müssen). Der Handelskonflikt der beiden größten Wirtschaftsnationen ist so überflüssig wie absurd in Zeiten der global economy.
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