Richtlinie von Barack Obama US-Umweltbehörde kippt Regeln zum Benzinverbrauch

Maximal 4,3 Liter Benzin für 100 Kilometer - diesen Verbrauch hatte die US-Regierung unter Barack Obama als Standard für Neuwagen angestrebt. Die Umweltbehörde nimmt nun davon Abstand.

Highway in den USA
AFP

Highway in den USA


Im Streit über strengere Verbrauchsregeln für Autos in den USA haben Fahrzeughersteller und Ölkonzerne einen Sieg erzielt. Die Umweltbehörde EPA teilte am Montag mit, die von der Vorgängerregierung stammenden Richtlinien für Neuwagen seien unangemessen und würden überarbeitet.

EPA-Chef Scott Pruitt erklärte, die Regierung des damaligen Präsidenten Barack Obama habe die Standards zu hoch angesetzt und Annahmen getroffen, die mit der Realität nicht übereinstimmten. Wie die Regeln künftig aussehen sollen, müsse noch ausgearbeitet werden.

Die unter Obama erarbeiteten Effizienzstandards hatten vorgesehen, dass der Durchschnittsverbrauch bis zum Jahr 2025 auf eine Gallone Sprit pro 54,5 Meilen sinken sollte. Erst im Februar war zudem bekannt geworden, dass die EPA strengere Regeln für veraltete Dieseltechnik bei Lkw verhindern will. Hersteller sollen auch weiter schärfere Vorschriften umgehen können, indem sie neue Trucks mit alten Motoren ausrüsten.

Der Bundesstaat Kalifornien, der seine eigene Umweltgesetzgebung machen kann, will an den bisherigen Verbrauchsregeln für Autos festhalten - zum Ärger Pruitts. "Es ist in bestem Interesse Amerikas, einen einheitlichen Standard zu haben, und wir werden mit allen Staaten, darunter auch Kalifornien, zusammenarbeiten, um letztlich einen solchen zu bekommen", sagte er.

vet/dpa

Mehr zum Thema


insgesamt 111 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
kurzanbinden 03.04.2018
1. kalifornien
Kalifornien ist der Motor Amerikas. Die zeigen oft wie es gehen könnte.
Bring-The-Stones-Rolling 03.04.2018
2. Wasser predigen, Schnaps saufen
Was die deutschen Automobilhersteller in Bezug auf den Dieselskandal vollbrachten, war einzigartig! Kein Frage. Nur sind die USA nicht wirklich besser.
felisconcolor 03.04.2018
3. Wenn
es nicht so traurig wäre könnte man über dieses Komödienstadl nur lauthals lachen. Ich freuen mich schon auf die nächsten Auswüchse unserer Ökolobby. Deutschland wird es doch mit links schaffen die aus der US Amerikanischen Aktion erhöten CO2 Werte in der Atmosphäre mehr als zu kompensieren. Auch wenn man nicht den blassesten Dunst hat wie tehnik funktioniert. Gibt es eigentlich Aktien von Pferdezüchtern? Damit sollte man sich hier mal langsam eindecken. Vielleicht ist ja doch was dran an den "chemtrails". Die Welt scheint immer mehr zu verblöden. Ja dieser Post ist absolut böse, aber anders kann man mit klaren Gedanken diese Situation nicht mehr beschreiben
AndyH 03.04.2018
4. Warum nicht gleich 1 Liter ?
Die 4.3 Liter ist so abenteuerlich idiotisch, dass es nur gekippt werden konnte, oder gefaked wie VW die ebenso völlig unrealistische Abgaswerte. Selbst mit einem Fiat 500 oder Dacia schafft man das nicht, wie sollen die normalen US Fahrzeuge damit klarkommen? Z.B. ein F150? Kalifornien wird von grünen Träumer regiert, die sollen nehmen was sie bekommen. Rest USA kann drauf pfeiffen.
tomdabassman 03.04.2018
5. Interessant ist die Begründung
man sei von falschen Voraussetzungen ausgegangen. Das erinnert doch stark an die Reduktions-Überbietung in der EU, bis der gigantische Abgas-Betrug (von Amerikanern!) aufgedeckt wurde. Ich mag Trump keinesfalls, aber 4,3l im Pickup-Land USA?
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge! zum Forum...

© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.