Claassen gegen Maschmeyer "Nicht einmal ein Staubkörnchen ist übrig geblieben"

Erst Männerfreundschaft, jetzt Kleinkrieg: Im Streit zwischen Carsten Maschmeyer und Utz Claassen gibt es nach SPIEGEL-Informationen einen Zwischensieg.

Utz Claassen
imago/ Rust

Utz Claassen


Aus der einstigen Männerfreundschaft zwischen Carsten Maschmeyer und Utz Claassen ist offenbar eine Feindschaft fürs Leben geworden. Denn ungeachtet des Ausstiegs von Investor Maschmeyer bei der von Claassen gegründeten Medizintechnikfirma Syntellix geht der juristische Streit der beiden Manager mit unverminderter Härte weiter. Dabei scheint Claassen bislang als Punktsieger aus dem Duell hervorzugehen.

In Hannover scheiterte der aus der Castingshow "Die Höhle der Löwen" bekannte Maschmeyer gerade mit einer Beschwerde bei der Staatsanwaltschaft gegen die Nichteinleitung eines Ermittlungsverfahrens gegen Claassen. Parallel wurde beim Landgericht Hamburg eine einstweilige Verfügung gegen Claassen aufgehoben. Er darf nun wieder behaupten, ein Maschmeyer-Vertrauter habe Geschäftsgeheimnisse an die Konkurrenz verraten. Von den Anschuldigungen einer angeblichen Untreue "gegen mich ist damit nicht einmal ein Staubkörnchen übrig geblieben", triumphiert Claassen. (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)

Ursprünglich dreht sich der Streit um das Unternehmen Syntellix, das Knochenschrauben entwickelt hatte, die sich im Körper auflösen und nach dem Heilungsprozess nicht wieder entfernt werden müssen. Das macht eine zweite Operation überflüssig. Experten prophezeien Syntellix eine gute Zukunft. Maschmeyer hat seine Anteile an dem Unternehmen inzwischen verkauft, Claassen hält inzwischen 77,7 Prozent der Aktien. Zuerst hatte Maschmeyer seinen Geschäftspartner und Freund Claassen 2016 wegen des Verdachts der Untreue angezeigt.

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fdo/haw



insgesamt 29 Beiträge
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Seite 1
LapOfGods 03.02.2017
1. Einer großartiger als der andere.
Ich weiß gar nicht wen dieser staatstragenden Leistungsträger ich sympathischer finden soll.
KonradausAdenau 03.02.2017
2. Nach Jahren der Prasserei
mit den Geldern der Kunden dürfen beide Herren gerne ab jetzt zu Hartz4 Beziehern werden. Mitleid kommt da überhaupt nicht auf. Schaut Euch mal deren Opfer an.
paula_f 03.02.2017
3. alle beide haben den Staat geschädigt
Claasen hat sich im Schatten von Schröder bei ENBW wie die Axt im Wald benommen und abgewirtschaftet, und Herr Maschmeyer ist im Schatten von Gerhard Schröder durch die Einschnitte bei der gesetzlichen Rentenversicherung mit Drückerkolonnen und privaten Versicherungen stinkreich geworden. Später hat er mit CUM Ex Geschäften direkt von Steuerbetrug am Staat verdient. Er sollte sich eigentlich im Fernsehen ein Schild umhängen mit der Aufschrift - Ich bin Profiteur von Kapitalanlagen die auf Steuerbetrug basieren.
widderfru 03.02.2017
4. Spiegel bietet denen Aufmerksamkeit- bedauerlich
Beide sind schamlose, unmoralische Abzocker. Mir ist schleierhaft warum denen der Spiegel eine Bühne bietet.
voneisenstein 03.02.2017
5. Utz und Carsten, die zwei Goldjungs
Zitat von KonradausAdenaumit den Geldern der Kunden dürfen beide Herren gerne ab jetzt zu Hartz4 Beziehern werden. Mitleid kommt da überhaupt nicht auf. Schaut Euch mal deren Opfer an.
Dieses Schicksal wird diesen beiden "Ehrenmännern" wohl kaum drohen. Maschnmeyers zusammengerafftes Vermögen wird auf - Riester und Rürup sei Dank - über eine Milliarde geschätzt. Und der Utz hangelt sich geschickt von Abfindung zu Antrittsprämie. 2009 gab es von EnBw noch 2,5 Mio Euro Abfindung. 2011 strich Claasseen 9 Mio Euro Begrüßungsgeld ("Antrittsprämie") zum Jobantritt bei der dann sehr schnell insolventen Solar Millenium ein.
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