Strategiewechsel Vattenfall will nur noch auf erneuerbare Energie setzen

Wind und Sonne statt Kohle und Atom: Der staatliche Stromkonzern Vattenfall plant Neuinvestitionen nur noch für erneuerbare Energien. Das liegt auch an neuen Vorgaben der schwedischen Regierung.

Modell-Windräder vor einem Werbeplakat von Vattenfall: Höheres Wachstum geplant
DPA

Modell-Windräder vor einem Werbeplakat von Vattenfall: Höheres Wachstum geplant


Hamburg/Stockholm - Als grüner Vorreiter ist Vattenfall Chart zeigen in Deutschland bislang nicht gerade bekannt. Vielmehr machte das Unternehmen in den vergangenen Jahren vor allem Schlagzeilen durch die Pannen in seinen seit Jahren stillstehenden Atomkraftwerken Krümmel und Brunsbüttel sowie den Bau neuer Kohlekraftwerke.

Künftig aber plant das schwedische Staatsunternehmen nur noch Neuinvestitionen in Anlagen für erneuerbare Energien. Wie Vattenfall am Mittwoch in Stockholm nach einer außerordentlichen Hauptversammlung ankündigte, soll in diesem Geschäftsfeld ein höheres Wachstum als generell auf dem Energiemarkt erreicht werden. Das gelte auch für Deutschland. Ausgenommen von den neuen Vorgaben seien laufende Projekte oder solche, die schon im Genehmigungsverfahren seien.

Hinter der Entscheidung stehen auch eine geänderte Anforderungen der Eigentümer: Die Regierung in Stockholm verlangt ab sofort von Vattenfall nur noch eine Gewinnmarge von neun statt bislang 15 Prozent. Im dritten Quartal war das Unternehmen, das in Deutschland zu den vier größten Stromversorgern gehört, in die Verlustzone gerutscht. Ursachen waren unter anderem hohe Verluste aus der Übernahme der niederländischen Tochter Nuon sowie durch die Probleme in den norddeutschen Kernkraftwerken.

dab/dpa

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