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Negativpreis: Verbraucherschützer suchen Mogelpackung des Jahres

Die Verbraucherzentrale Hamburg hat wieder einmal fünf Beispiele für besonders dreiste Täuschungsmanöver herausgesucht. Die Verbraucher können noch bis zum 22. Januar abstimmen, wem die Krone gebührt.

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Verbraucherzentrale Hamburg

Verbraucherzentrale Hamburg: Was wird die Mogelpackung des Jahres 2015?

Verbraucher können ab sofort über die neue "Mogelpackung des Jahres" abstimmen. Die Verbraucherzentrale Hamburg, die den wenig schmeichelhaften Preis seit 2013 verleiht, stellte dazu am Montag fünf Produkte vor, mit denen Hersteller nach Auffassung der Verbraucherschützer ihre Kunden "besonders getäuscht" haben.

Bei den fünf Kandidaten für die "Mogelpackung des Jahres" handelt es sich um die Bebe Zartcreme von Johnson & Johnson, die Zahnpasta Dentagard von Colgate-Palmolive, den Finesse Schinken der Nestlé-Marke Herta, die "Kopfsteherflaschen" von Heinz Ketchup und die Kaffeekapseln Jacobs Latte macchiato classico von Jacobs Douwe Egberts.

Colgate-Palmolive beispielsweise reduzierte laut Verbraucherzentrale die Füllmenge seiner Zahnpasta Dentagard von 100 Milliliter auf 75 Mililiter und behielt den alten Preis bei; die Bebe Creme wurde den Angaben zufolge durch neue Füllmengen um bis zu 84 Prozent teurer. Die anderen Fälle sind ähnlich gelagert.

"Die nominierten Produkte haben wir aus zahlreichen Verbraucherbeschwerden im Jahr 2015 ausgewählt, weil die versteckte Preiserhöhung bei ihnen entweder sehr dreist oder ausgesprochen raffiniert umgesetzt wurde", erklärte Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg.

Hersteller und Händler würden seit vielen Jahren die Beschwerden der Verbraucher ignorieren und versuchen, Preiserhöhungen zu verstecken. Die Verbraucherschützer fordern deshalb eine Transparenzplattform, auf der Hersteller Füllmengenreduzierungen vorab veröffentlichen müssen, damit versteckte Preiserhöhungen nicht mehr möglich sind.

Wer den Negativpreis der "Mogelpackung des Jahres" bekommt, können Verbraucher noch bis zum 22. Januar mitbestimmen. Klicken Sie hier.

mik/AFP

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Verbraucherzentralen
Verbraucherzentralen sind gemeinnützige Vereine ohne Gewinnerzielungsabsicht. Unter dem Dach des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV) sind 16 eigenständige Verbraucherzentralen in den Bundesländern sowie 25 weitere Organisationen gebündelt. Die Arbeit wird teils aus dem Verkauf von Broschüren, maßgeblich aber aus öffentlichen Mitteln bestritten. Der VZBV arbeitet als gemeinnütziger Verein und ist eigenen Angaben zufolge parteipolitisch neutral. Der Verband vertritt die Interessen der Verbraucher gegenüber der Politik. Aufgabe in den Regionen wiederum ist die direkte Beratung der Verbraucher. Die Verbraucherzentralen betreuen das Portal Lebensmittelklarheit.de. Dort können Kunden sich seit Juli 2011 über Tricks der Hersteller beschweren.


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