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Verdacht auf Schmiergeld: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen EADS-Manager

Amtierende und frühere Manager des Rüstungsherstellers EADS geraten wegen einer Schmiergeldaffäre in Österreich unter Druck: Die Münchner Staatsanwaltschaft ermittelt nach SPIEGEL-Informationen gegen mehrere Personen, darunter auch zwei ehemalige Bereichsvorstände.

Eurofighter-Vorführung im September 2011: Ärger in Österreich Zur Großansicht
REUTERS

Eurofighter-Vorführung im September 2011: Ärger in Österreich

Hamburg - In der Schmiergeldaffäre um den Verkauf von Eurofightern nach Österreich ermittelt die Staatsanwaltschaft München gegen mehr als ein halbes Dutzend früherer und jetziger Manager des Luftfahrt- und Rüstungskonzerns EADS. Darunter sind nach SPIEGEL-Informationen auch zwei damalige Bereichsvorstände.

Die Ermittler werfen den Beschuldigten laut Durchsuchungsbeschluss "Gemeinschaftliche Bestechung in Tateinheit mit Untreue in einem besonders schweren Falle" vor. Am Dienstag vergangener Woche hatten 54 Ermittler aus Deutschland und Österreich an drei bayerischen EADS-Standorten Büros durchsucht. Inzwischen ermittelt auch die Münchner Steuerfahndung in dem Fall.

Hintergrund des Verfahrens ist der Vertrag über die Lieferung von 18 Eurofightern für insgesamt fast zwei Milliarden Euro an die Republik Österreich aus dem Jahr 2003. Nach Ansicht österreichischer Ermittler sollen insgesamt 113,5 Millionen Euro von EADS Deutschland an ein Netz aus Briefkastenfirmen geflossen sein. Angeblich zur Anschiebung von Gegengeschäften in Österreich.

Die Staatsanwaltschaft in Wien vermutet allerdings, dass den entsprechenden Verträgen keine tatsächlichen Gegenleistungen gegenüberstanden. "Es besteht die Verdachtslage, dass EADS Deutschland versucht hat, über eine Konstruktion von verschiedenen Offshore-Gesellschaften Schmiergeldzahlungen an Unternehmen beziehungsweise Beamte zu leisten", heißt es in einem Papier der österreichischen Ermittler, das dem SPIEGEL vorliegt. Die österreichischen Fahnder, die auch wegen des Verdachts der Geldwäsche ermitteln, sprechen in dem Zusammenhang von einer "kriminellen Vereinigung".

Diese Meldung kommt aus dem neuen SPIEGEL. Hier können Sie das Heft ab Sonntag um acht Uhr kaufen.

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1. Na ja, bei Kriegsgerät ist es immer hilfreich,
herr_kowalski 11.11.2012
Zitat von sysopREUTERSAmtierende und frühere Manager des Rüstungsherstellers EADS geraten wegen einer Schmiergeldaffäre in Österreich unter Druck: Die Münchner Staatsanwaltschaft ermittelt nach SPIEGEL-Informationen gegen mehrere Personen, darunter auch zwei ehemalige Bereichsvorstände. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/verdacht-auf-schmiergeld-bei-eads-geschaeften-in-oesterreich-a-866562.html
wenn man Mitglied eiiner kriminellen Vereinigung ist. Da klappt das noch mit den Freundschaften und Nachbarn.
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EADS
Der Konzern
Die European Aeronautic Defence and Space Company (EADS) wurde 2000 gegründet. EADS ist der größte Luft-, Raumfahrt- und Rüstungskonzern in Europa und der zweitgrößte Branchenvertreter der Welt. Das Unternehmen setzt gut 40 Milliarden Euro pro Jahr um und beschäftigt fast 120.000 Mitarbeiter.
Die Geschäftsfelder
Rund drei Viertel seines Umsatzes erzielt EADS mit dem Flugzeughersteller Airbus, der sowohl zivile (unter anderem A 380) als auch militärische (A400M) Modelle im Angebot hat. Der restliche Umsatz verteilt sich auf das Geschäft mit Hubschraubern ("Eurocopter"), die Raumfahrt ("Astrium") sowie die Produktion von Eurofigthern und Co.
Der Chef
Seit Juni 2012 steht der Deutschen Thomas Enders an der Spitze von EADS. Zuvor hatte der Franzose Louis Gallois den Konzern geführt.


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