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Verluste im US-Immobiliensektor: Heiße Wetten der Deutschen Bank

Die Deutsche Bank hat durch die US-Immobilienkrise nach SPIEGEL-Informationen deutlich mehr Geld als bisher bekannt verloren. Allein im Jahr 2007 haben Wetten auf die Entwicklung des Marktes das Geldhaus 4,5 Milliarden Dollar gekostet.

Deutsche-Bank-Zentrale in Frankfurt am Main: 128 Milliarden auf eine positive Entwicklung des US-Häusermarktes gesetzt Zur Großansicht
DPA

Deutsche-Bank-Zentrale in Frankfurt am Main: 128 Milliarden auf eine positive Entwicklung des US-Häusermarktes gesetzt

Hamburg - In seinem vernichtenden Untersuchungsbericht hat der US-Senat die Schuld führender Geldinstitute an der Finanzkrise entlarvt. Ganz vorne dabei: die Deutsche Bank. In dem Report ist nun auch von den Spekulationsverlusten der Deutschen die Rede.

Insgesamt setzte die Bank demnach damals 128 Milliarden Dollar auf eine positive Entwicklung der US-Häuserpreise, die sie teilweise durch Gegengeschäfte absicherte.

Der Deutsche-Bank-Händler Greg Lippmann allerdings warnte Investmentbanking-Chef Anshu Jain ab Dezember 2006 mehrmals vor dessen optimistischem Blick auf den Immobilienmarkt.

Jain ließ sich dem Bericht zufolge nicht belehren, ließ Lippmann aber immerhin mit einer entgegengesetzten Wette gewähren. So milderte Lippmann nach dem Zusammenbruch des Immobilienmarkts die horrenden Verluste der Bank wenigstens mit einem Wettgewinn von 1,5 Milliarden Dollar.

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1. Deutsche Bank
rentnerin 16.04.2011
Hier zeigt sich wieder einmal die Fratze des Systems, wichtig ist nur die Gewinnsteigerung ohne Rücksicht auf die Allgemeinheit. Zocken Geld verbrennen die Verantwortlichen werden schlimmstenfall mit horrenden Abfindungen gehen und woanders ihr Unwesen treiben. Die Verluste bezahlt die Allgemeinheit und der heimliche Bundeskanzler wird der geschäftsführenden Kanzlerin schon beibringen was sie zu tun hatt. Und die Mainstreammedien einschließlich der Wirtschaftsredaktion des Spiegel werden der Bevölkerung erklären dies sei alternativlos. Man muß sich fragen wielange das System dies noch treiben kann.
2. nicht würdig
Lochblech.19 16.04.2011
Zitat von sysopAmerikanische Banken sind böse, deutsche sind gut? Von wegen. In einem vernichtenden Untersuchungsbericht hat der US-Senat die*Schuld*führender Geldinstitute an der Finanzkrise entlarvt. Ganz vorne dabei: die Deutsche Bank. Strafrechtliche Folgen dürfte das trotzdem nicht haben. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,757437,00.html
Nehmt der Deutschen Bank endlich das "Deutsche" weg, sie hat es nicht verdient und schädigt das Ansehen Deutschlands.
3. Solche Banken sind überflüssig !
rkinfo 16.04.2011
Zitat von sysopAmerikanische Banken sind böse, deutsche sind gut? Von wegen. In einem vernichtenden Untersuchungsbericht hat der US-Senat die*Schuld*führender Geldinstitute an der Finanzkrise entlarvt. Ganz vorne dabei: die Deutsche Bank. Strafrechtliche Folgen dürfte das trotzdem nicht haben. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,757437,00.html
Es würde global völlig ausreichen wenn regionale Volksbanken und Sparkassen den Finanzbedarf der Bürger abarbeiten würden. Dazu noch Zentralbanken für die große Geldpolitik. Wir leisten uns den halben Weltuntergang weil wir raffgierige und oft rauschgiftsüchtiger Großbanker frei schalten und walten lassen. Die 'Deutsche Bank' ist eine Vereinigung über die spätere Generationen der Menschheit nur mit Abscheu berichten werden. Im Mittelater gab es das dunkle Kapitel der Hexenverbrennung und heute die Ära der Frei-Banker unter Rauschgift. Wenn die Weltbürger sind in Hunger und Elend landen wollen müssen die Großbanken verboten werden. - global.
4. Steuerzahler
whitemouse 16.04.2011
Zitat von sysopAmerikanische Banken sind böse, deutsche sind gut? Von wegen. In einem vernichtenden Untersuchungsbericht hat der US-Senat die*Schuld*führender Geldinstitute an der Finanzkrise entlarvt. Ganz vorne dabei: die Deutsche Bank. Strafrechtliche Folgen dürfte das trotzdem nicht haben. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,757437,00.html
Für die Deutsche Bank gilt wie für die anderen "Großen": Gewinne werden privatisiert, Verluste sozialisiert. Das kapitalistische System in seiner neoliberalen Variante, wie wir sie in Deutschland seit der "Wende" immermehr zu spüren bekommen haben, ist zutiefst menschenfeindlich.
5. Es genügt, alles Geld von den Großbanken abzuziehen,
burninghands, 16.04.2011
Zitat von rkinfoEs würde global völlig ausreichen wenn regionale Volksbanken und Sparkassen den Finanzbedarf der Bürger abarbeiten würden. Dazu noch Zentralbanken für die große Geldpolitik. Wir leisten uns den halben Weltuntergang weil wir raffgierige und oft rauschgiftsüchtiger Großbanker frei schalten und walten lassen. Die 'Deutsche Bank' ist eine Vereinigung über die spätere Generationen der Menschheit nur mit Abscheu berichten werden. Im Mittelater gab es das dunkle Kapitel der Hexenverbrennung und heute die Ära der Frei-Banker unter Rauschgift. Wenn die Weltbürger sind in Hunger und Elend landen wollen müssen die Großbanken verboten werden. - global.
die DB hat nur 4% Eigenkapital, was sie bis zu 25x hochhebelt für ihre Spekulationen. Mit anderen Worten, mit jedem Euro, den die Anleger und Kontisten abziehen, verliert die DB bis zu 25 Euro "Spielgeld". Bringt das Geld zu Volks- und Raiffeisenbanken, evtl. zur Sparkasse, und dreht den Blutsaugern die Luft ab.
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Die Deutsche Bank ist das größte Geldinstitut Deutschlands und beschreibt sich selbst als "eine führende globale Investmentbank" mit starkem Privatkundengeschäft. Mehr als 80.000 Mitarbeiter gehören weltweit zu dem Konzern, der in 72 Ländern tätig ist. Die Bank, an deren Spitze Josef Ackermann steht, verdiente im Jahr 2010 nach Steuern 2,3 Milliarden Euro. Der bisherige Rekord lag im Geschäftsjahr 2007, als am Ende 6,5 Milliarden Euro unterm Strich standen.

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