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Verluste mit Versicherungen: Erdbeben lassen Buffetts Gewinn einbrechen

Warren Buffett ist eine Investment-Legende, doch gegen Naturkatastrophen ist auch seine Firma nicht gefeit: Wegen der Erdbeben in Japan und Neuseeland ist der Gewinn des Unternehmens drastisch gesunken - um fast 60 Prozent.

Investor Buffett: Zweitschlimmstes Quartal für die Versicherungsindustrie Zur Großansicht
REUTERS

Investor Buffett: Zweitschlimmstes Quartal für die Versicherungsindustrie

Omaha - Die schweren Erdbeben in Japan und Neuseeland drücken bei der Investmentfirma des US-Milliardärs Warren Buffett den Profit. Der Starinvestor sagte bei der Hauptversammlung von Berkshire Hathaway am Samstag, der Nettogewinn werde wegen Verlusten im Versicherungsgeschäft im ersten Quartal bei nur 1,5 Milliarden Dollar liegen. Das entspricht einem Minus von knapp 60 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Damals betrug der Gewinn 3,6 Milliarden Dollar.

Im Hinblick auf weltweite Katastrophen sei das Quartal das zweitschlimmste für die Versicherungsindustrie gewesen, sagte der Firmenchef. Versicherungen machen knapp die Hälfte der Geschäfte Buffetts aus. Im den ersten drei Monaten des Jahres wurden Japan und Neuseeland von schweren Erdbeben erschüttert.

Zu Berkshire Hathaway gehören die Rückversicherungsgesellschaften General Re und National Indemnity. Wegen der Katastrophen rechnet das Unternehmen mit Versicherungsverlusten in Höhe von 821 Millionen Dollar (591 Millionen Euro) im ersten Quartal. Buffetts Firmenimperium ist auf das Versicherungsgeschäft angewiesen, um ihre Investitionen günstig zu finanzieren. Dies ist möglich, weil Versicherungsbeiträge meist weit vor einem Schadensfall eingenommen werden.

Buffett prognostiziert geringere Gewinne in Bankenbranche

Bei der Hauptversammlung in seiner Heimatstadt Omaha erklärte Buffett den fast 40.000 Teilnehmern, dass sich abgesehen vom Wohnungsbau praktisch alle anderen Firmen im Berkshire-Portfolio besser entwickelten. Obwohl Berkshire Schätzungen zufolge gegen Ende des Jahres ein Barvermögen von 50 Milliarden Dollar haben wird, will Buffett an seine Aktionäre weiter keine Dividende zahlen. Der 80-Jährige wies entsprechende Forderungen zurück. Es sei besser, das Geld bei Berkshire zu belassen und für Investitionen zu nutzen.

Im Umgang mit seinem inzwischen gescheiterten Kronprinzen David Sokol räumte Buffett Fehler ein. Er hätte bei Sokol energischer Informationen über dessen Kauf von Aktien des Chemieunternehmens Lubrizol einfordern müssen.

Bei dem Treffen äußerte sich Buffett zu verschiedensten Branchen und Investments, darunter den US-Bankensektor. Weil die Institute ihren Verschuldungsgrad abbauten, werde es in den kommenden Jahren deutlich weniger Gewinn als früher geben, sagte Buffett und nannte dabei zwei Ausnahmen: Wells Fargo und U.S. Bancorp. Sie zählten zu den besten Banken in den USA, sagte der Firmenchef. An beiden Banken hält Berkshire Anteile.

ulz/Reuters/dapd

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1. Na, da wird er...
Bernhard Fuchs 01.05.2011
Zitat von sysopWarren Buffett ist eine Investment-Legende,*doch gegen Naturkatastrophen ist auch seine Firma nicht gefeit: Wegen der Erdbeben in Japan und Neuseeland ist der Gewinn des Unternehmens drastisch gesunken - um fast 60 Prozent. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,759957,00.html
...ja bald Sozialhilfe beantragen muessen, oder wie ist das zu verstehen? Ich dachte immer, Versicherungen seien Solidargemeinschaften. Habe wohl den Begriff falsch interpretiert. So wie's aussieht sichern da die Versicherungsnehmer -ganz solidarisch- den Vorstand vor dem sozialen Absturz.
2. immer noch Gewinn
Nonvaio01 01.05.2011
Zitat von sysopWarren Buffett ist eine Investment-Legende,*doch gegen Naturkatastrophen ist auch seine Firma nicht gefeit: Wegen der Erdbeben in Japan und Neuseeland ist der Gewinn des Unternehmens drastisch gesunken - um fast 60 Prozent. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,759957,00.html
Das heisst er hat immer noch Gewinn gemacht. Also kein problem
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