Düsseldorf - Es geht um ungerechtfertigte Forderungen in Millionenhöhe: Wegen des Verdachts der versuchten Erpressung der Ergo-Versicherungsgruppe hat die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen drei Personen eingeleitet. Die Ermittler haben laut eigenen Angaben einen Geschäftsmann und zwei Rechtsanwälte im Visier, gegen die Ergo bereits im Juni Strafanzeige erstattet hatte. Hintergrund des Erpressungsversuchs soll ein millionenschwerer Streit über Abfindungen früherer Versicherungsvertreter sein.
Das Erpresser-Trio soll mit einer nachhaltigen Schädigung des Unternehmens auch durch Presse-Veröffentlichungen gedroht haben. Der Ergo-Konzern war in den vergangenen Wochen tatsächlich wegen einer Bordell-Reise nach Budapest sowie wegen Fehlern bei Riester-Policen zum finanziellen Nachteil der Kunden negativ in die Schlagzeilen geraten.
Gegen die Versicherung selbst liegt wegen der fehlerhaften Riester-Verträge eine Anzeige von Verbraucherschützern vor.
bos/dpa/dapd
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