Versicherung: Allianz verdient nach Dresdner-Flop wieder Milliarden

Aus einem beachtlichen Minus wird ein dickes Plus: Die Allianz hat im vergangenen Jahr einen Gewinn von 4,3 Milliarden Euro erzielt. Im Vorjahr hatte die Dresdner Bank noch für hohe Verluste gesorgt.

Allianz: Die Aktionäre sollen eine Dividende von 4,10 Euro je Aktie erhalten Zur Großansicht
DPA

Allianz: Die Aktionäre sollen eine Dividende von 4,10 Euro je Aktie erhalten

München - Das Schlimmste scheint überstanden: Die Allianz Chart zeigen hat im vergangenen Jahr wieder einen Milliardengewinn eingefahren. Der größte Versicherer Europas erzielte 2009 unterm Strich ein Plus von 4,3 Milliarden Euro, nachdem im Vorjahr noch ein Verlust von 2,4 Milliarden Euro entstanden war. Dazu hatte vor allem die Dresdner Bank beigetragen, die inzwischen von der Commerzbank Chart zeigen übernommen wurde.

Der Gesamtumsatz der Allianz stieg 2009 um fünf Prozent auf 97,4 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis sank leicht, aber die Erholung an den Kapitalmärkten trug dazu bei, dass der Jahresüberschuss um 13 Prozent auf 4,7 Milliarden Euro zulegte.

Für das laufende Jahr gibt sich der Vorstand allerdings weiterhin vorsichtig: Beim operativen Gewinn will er an das Jahr 2009 grob anknüpfen, wie der Dax-Konzern mitteilte. Eine genaue Prognose sei wegen des schwankenden Marktumfelds allerdings nicht möglich, sagte Allianz-Chef Michael Diekmann. Für 2009 sollen die Aktionäre eine Dividende von 4,10 je Aktie erhalten, 17 Prozent mehr als im Vorjahr.

Hohe Schaden-Kosten-Quote

Im eigentlichen Geschäft fielen die Veränderungen weniger stark aus: Der operative Gewinn der fortgeführten Geschäftsbereiche sank um zwei Prozent auf 7,2 Milliarden Euro. Der Gesamtumsatz kletterte um gut fünf Prozent auf 97,4 Milliarden Euro.

Die im Versicherungsgeschäft wichtige Schaden-Kosten-Quote der Schaden- und Unfallversicherung erhöhte sich allerdings um zwei Prozentpunkte auf 97,4 Prozent. Die Quote gibt das Verhältnis von Schäden und Verwaltungskosten zu den Prämieneinnahmen an. Je niedriger sie liegt, desto profitabler arbeiten Versicherer.

Während die Schaden- und Unfallversicherung beim operativen Gewinn 28 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro einbüßte, konnte die Allianz das Ergebnis der Leben- und Krankenversicherung dank eines höheren Anlageergebnisses auf 2,8 Milliarden Euro mehr als verdoppeln. Auch in der Vermögensverwaltung verdiente der Konzern deutlich besser: Der operative Gewinn legte hier um gut die Hälfte auf 1,4 Milliarden Euro zu.

böl/dpa-AFX/apn

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