Versicherungsriese: AIG erleidet Milliardenverlust

AIG-Logo in New York: Noch 21,5 Milliarden Dollar Gewinn im Vorjahreszeitraum Zur Großansicht
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AIG-Logo in New York: Noch 21,5 Milliarden Dollar Gewinn im Vorjahreszeitraum

Der US-amerikanische Versicherer AIG hat im letzten Quartal 2012 Verluste in Milliardenhöhe hinnehmen müssen. Verantwortlich dafür waren vor allem Wirbelsturm "Sandy" und der Verkauf eines Tochterunternehmens. Das Minus war dennoch nicht so hoch wie zuvor befürchtet.

New York - Die Verwüstungen des Wirbelsturms "Sandy" sind den US-Versicherer AIG teuer zu stehen gekommen. Die Begleichung von Schäden kosteten das Unternehmen 1,3 Milliarden Dollar (umgerechnet rund eine Milliarde Euro). Zudem erlitt AIG einen massiven Buchverlust aus dem Verkauf der Flugzeugleasing-Tochter ILFC. Zusammen ergab das ein Minus von rund vier Milliarden Dollar im vierten Quartal 2012, teilte AIG mit.

Im Vorjahreszeitraum hatte der Konzern dank eines Steuereffekts noch einen außergewöhnlich hohen Gewinn von 21,5 Milliarden Dollar verzeichnet. Der aktuelle Verlust fiel jedoch niedriger aus als von Analysten befürchtet. Nachbörslich legte die Aktie um vier Prozent zu.

Das US-amerikanische Unternehmen war einst Primus unter den Versicherern. Fehlspekulationen auf dem US-Häusermarkt brachten den Konzern jedoch an den Rand des Ruins. Nur dank der teuersten Rettungsaktion der Finanzkrise, der Staat sprang mit einem Rettungspaket über 182 Milliarden Dollar ein, konnte AIG gerettet werden.

Konkurrent Allianz Chart zeigen rechnet trotz der Schäden durch "Sandy" mit einem Milliardengewinn. "Sandy" war im Oktober über Nordamerika hinweggefegt und hatte vor allem im Nordosten der USA in der Region New York große Schäden angerichtet. Experten aus der Branche schätzen die Schäden weltweit auf 50 Milliarden Dollar (38 Milliarden Euro), für die Hälfte davon müssen Versicherer geradestehen.

max/dpa

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1.
forenuser 22.02.2013
Zitat von sysopDer US-amerikanische Versicherer AIG hat im letzten Quartal 2012 erneut Verluste in Milliardenhöhe hinnehmen müssen. Verantwortlich dafür waren vor allem Wirbelsturm "Sandy" und der Verkauf eines Tochterunternehmens. Das Minus war dennoch nicht so hoch, wie zuvor befürchtet. Versicherungsriese AIG erleidet Milliardenverlust - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/versicherungsriese-aig-erleidet-milliarden-minus-a-884886.html)
AIG, waren das nicht die die jedem eine Kreditausfallversicherung angedreht haben und infolge dessen die Banken ungehemmt Imobilienkredite vergeben haben? Die gibts noch?
2. Es gibt Erstversicherer die ...
Worldwatch 22.02.2013
... die Risikomathematik wie Policenberechnungen beherrschen, oder sich zumindest gut beraten lassen, und dann gibt es Erstversicherer die das evtl. nicht so gut (umsetzen?) koennen, und dann auch noch miese Zocker und schwache Anleger sind. Allein die Frage der gelungenen, ggf. nicht gelungenen Rueckversicherungssituation ist gar nicht angeklungen, und ob fuer 'AIG' der Verlust voll durchschlaegt, und ob das Unternehmen, auch auf dem Gebiet, nicht alles beherrscht. Allein, die 'Allianz', so scheint es, hat damit offensichtlich weder Probleme noch Re-Annexe. Scheinen gute Mathematiker zu haben, die bei der "MR-Allianz".
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