Essen - Aufatmen bei den Karstadt-Beschäftigten: Beim Umbau der Warenhauskette will der neue Chef Andrew Jennings alle bundesweit 115 Standorte erhalten. Mit seiner Strategie "Karstadt 2015" stieß der seit Jahresbeginn amtierende Chef nach Unternehmensangaben beim Aufsichtsrat auf positives Echo. Es seien keine weiteren Einschnitte bei den Beschäftigten geplant, sagte der Betriebsratsvorsitzende der Karstadt-Hauptverwaltung Arno Leder.
Am Freitag wurden zunächst rund 1000 Beschäftigte in der Karstadt-Hauptverwaltung über die Pläne informiert. Anfang kommender Woche soll der Rest der insgesamt rund 22.000 Karstadt-Beschäftigten per Video-Botschaft Einzelheiten der neuen Strategie erfahren. Anschließend will Karstadt die geplanten Neuerungen der Öffentlichkeit vorstellen.
Der ehemalige Woolworths
-Manager Jennings will nach Informationen der Tageszeitung "Die Welt" "vorhandene Stellschrauben" in den Betrieben neu justieren. In den Warenhäusern solle der Einsatz der Mitarbeiter flexibilisiert und stärker am Kundenaufkommen ausgerichtet werden. Dafür sollen die Verkäufer dem Blatt zufolge auch größere Leistungsanreize erhalten.
Karstadt betreibt derzeit 86 Warenhäuser, drei sogenannte Premium-Häuser und 26 Sporthäuser. Im Juni hatte Karstadt-Eigentümer Nicolas Berggruen in einem Interview mit der "Bild am Sonntag" gesagt, das Unternehmen bewege sich in die richtige Richtung. "Über einen Verkauf denke ich nicht einmal nach", sagte er. Der Milliardär hatte die Warenhauskette im Oktober 2010 nach monatelanger Zitterpartie übernommen. Das Unternehmen hatte im Sommer 2009 zusammen mit der Mutter Arcandor
Insolvenz anmelden müssen.
kra/dpa-AFX/dapd
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