Kreditkartenanbieter Störungen bei Zahlung mit Visa

Wer am Freitag mit Visa-Karte bezahlen wollte, könnte eine Fehlermeldung erhalten haben: In Europa hatte der Kreditkartenanbieter mit Störungen zu kämpfen. Auch weitere Kartenanbieter sollen betroffen gewesen sein.

Kreditkarten (Symbolbild)
DPA

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Der Kreditkartenanbieter Visa hat Probleme bei der Zahlungsabwicklung eingeräumt. Es gebe eine "Service-Störung", wegen der einige Transaktionen in Europa nicht ausgeführt werden könnten, teilte das Unternehmen in einer Stellungnahme mit.

"Wir untersuchen die Ursache und arbeiten daran, die Situation so schnell wie möglich zu lösen." Zuvor hatten britische Medien berichtet, dass Zahlungen nicht ausgeführt werden könnten. Kunden sollen Mitteilungen erhalten haben, dass weder Geld überwiesen noch empfangen werden könne.

Bei Twitter habe es etliche Beschwerden gegeben. Laut einzelnen Berichten soll das Problem nicht nur Visa betreffen.

"Jeder, der glaubt, die westliche Zivilisation sei irgendwas anderes als das Entlangbalancieren am Abgrund des totalen Zusammenbruchs und des Chaos' hat noch nicht an einer vollen Aldi-Kasse angestanden während das gesamte Visa-System ausgefallen ist", schrieb ein Nutzer auf Twitter.

"Es scheint so, als müssten wir zum Austausch von Korn und Ziegen zurückkehren", schrieb ein zweiter Nutzer in Bezug auf den Ausfall.

ans/dpa

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insgesamt 4 Beiträge
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martin09 01.06.2018
1. Ich sage nur: Bargeld
Das Zauberwort lautet Bargeld. Wenn noch irgendein Beweis nötig gewesen wäre, ob das Bargeld gebraucht wird: Er ist erbracht. Dringender denn je.
shardan 01.06.2018
2. Abhängigkeiten
Wir werden zunehmend abhängig. Zahlungsdienstleister wie Visa, Amexco aber auch Banken und Sparkassen. Demnächst wird mit NFC per Handy bezahlt, damit kommt die Abhängigkeit von einer ganzen Kette von technischen Komponenten oben drauf: Vom Akku des Handies über den Mobilfunkprovider usw. Zwischen allen diesen sitzen dann noch etliche Backbone- und Internetprovider. Das Problem: Ein erheblicher Teil dieser Prozessketten läuft ohne "doppelten Boden". Nur ein Beispiel: Welche Aldi-Filiale hat zwei Internetverbindungen bei verschiedenen Providern, eine als Fallback, wenn der andere mal ausfällt? Mir macht diese Abhängigkeit zunehmend Sorgen. Wir machen uns von immer mehr Technik abhängig. Von manchen (Infrastruktur) können wir uns nicht lösen. Aber Termine? Auf dem Handy. Schriftverkehr? Auf dem PC. Wehe, davon fällt etwas aus. Datensicherung? Wer macht schon eine Sicherung, das ist doch für Feiglinge, oder?. "Mein Terminkalender liegt auf Google". Fein. Abhängig von Internet, ggf. Mobilprovider und Handy/Tablet/PC. Und so weiter...
erzengel1987 01.06.2018
3. bargeld ist ein tolles gut
ich hatte einmal mit meiner ec karte schwierigkeiten in frankreich im urlaub und war sehr glücklich dass ich bargeld hatte. urlaub war gerettet. gut jetzt habe ich im notfall noch die visakarte aber die nutz ich auch nur um ggf in nicht eu ländern ohne euro eine günstigere bezahlung zu erhalten trotzdem wechsel ich einen sicheren betrag in die währung um. achja es gibt auch offline zahlungen. bei aldi dauert der bezahlvorgang mit karte nicht lange das deutet auf ein offlineverfahren hin wo nach irgendeiner zeit eine verbindung zum server aufgebaut wird.
Der solide Kommentar 01.06.2018
4. @2
" Welche Aldi-Filiale hat zwei Internetverbindungen bei verschiedenen Providern" Jede. Eine Standleitung für den Regelfall für Echtzeitinfos insofern sie keine gekapselte on premise Lösung einsetzt. Darüber laufen Bezahlvorgänger, Bestandsinfos, Nachbestellungen etc. Dazu hat jede Filiale noch 1-2 LTE Antennen. Die kosten nicht die Welt und sichern bei einem übereifrigem Bagger zumindest den Zahlungsverkehr. Bestandsinfos und Bestellungen gehen dann deutlich seltener und nur bei ausreichender Bandbreite raus. Und bei einem Stromausfall haben hier schon vor 15 Jahren die Läden dicht gemacht da niemand auf Zettel und Papier die Preise zusammenrechnete. Wie denn auch wenn die Preise nicht mehr einzeln auf den einzelnen Artikeln drauf kleben.
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