Quicar Volkswagen stellt Carsharing neu auf

Beim Carsharing liegt Volkswagen bisher hinter den Konkurrenten Daimler und BMW zurück. Jetzt ordnet der Konzern sein bisher auf Hannover beschränktes Angebot neu. Quicar soll in der niederländischen Greenwheels aufgehen.

VW-Golf an einer Quicar-Station: Der Anbieter soll in Greenwheels aufgehen
DPA

VW-Golf an einer Quicar-Station: Der Anbieter soll in Greenwheels aufgehen


Volkswagen stellt sein Carsharing-Angebot neu auf. Seit November 2011 ist der Autokonzern mit Quicar in Hannover vertreten. Ab April wird der Anbieter von Autos zur Kurzzeitmiete in den niederländischen Marktführer Greenwheels integriert, teilte VW mit. Damit zieht sich der Autohersteller nach nur knapp viereinhalb Jahren wieder mit einem eigenen Angebot aus dem hart umkämpften Carsharing-Markt zurück.

Die Nachfrage nach Carsharing wächst seit einigen Jahren kontinuierlich. Vor allem in Großstädten verzichten immer mehr Menschen auf einen eigenen Wagen und mieten stattdessen ein Auto für kurze Zeit. Marktführer sind Daimler mit Car2Go und BMW, der den Dienst DriveNow zusammen mit dem Münchner Autovermieter Sixt betreibt. Auch Opel mischt in dem Geschäft mit. Anders als bei DriveNow und Car2Go müssen die Autos von Greenwheels zurück zur Leihstation gebracht werden.

In 22 Städten vertreten

Greenwheels gehört dem Rotterdamer Mobilitätsanbieter Collect Car, den die VW-Tochter Financial Services 2013 gemeinsam mit dem niederländischen VW-Importeur Pon Holdings gekauft hatte. Seit dem vergangenen Jahr hält VW die Mehrheit von 60 Prozent und bleibt damit im Carsharing-Geschäft.

In den Niederlanden betreibt Greenwheels eine Flotte von circa 1700 Fahrzeugen. In Deutschland gehört das Unternehmen mit 250 Wagen zu den kleineren Anbietern. Mit den 80 Fahrzeugen von Quicar in Hannover steigt die Zahl auf 330. Einschließlich Hannover ist Greenwheels dann in 22 Städten vertreten, darunter in Berlin, Hamburg und Düsseldorf. Quicar hat momentan rund 12.500 registrierte Nutzer. Beim Start des Projekts hatte Volkswagen sich noch einen Ausbau in anderen Städten vorstellen können.

brt/Reuters/dpa

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