Jahreszahlen Volkswagen erzielt Milliardengewinn - trotz Dieselkrise

In der Krise um manipulierte Dieselfahrzeuge steht Volkswagen in der Kritik. Dennoch konnte der Konzern seinen Nettogewinn im vergangenen Jahr deutlich steigern.

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Trotz der Debatten um Fahrverbote und Milliardenlasten aus der Dieselaffäre hat Volkswagen Chart zeigen im vergangenen Jahr hohe Gewinne verbucht. Mit unter dem Strich rund 11,4 Milliarden Euro fiel der Nettogewinn mehr als doppelt so hoch aus wie im Vorjahr, wie der Konzern auf der Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. Das war mehr als von Analysten erwartet.

Dennoch gab die Aktie deutlich nach. Ein Händler bemängelte den Ausblick, der hinter der Markterwartung zurückgeblieben sei: Der Wolfsburger Autobauer peilt bei der operativen Rendite im laufenden Jahr lediglich eine Spanne von 6,5 bis 7,5 Prozent an.

Gleichzeitig stieg der Überschuss damit über das Niveau des letzten vollen Jahres vor dem Bekanntwerden der Software-Manipulationen an Dieselmotoren - nämlich 2014. Und das, obwohl die Wolfsburger erneut mehrere Milliarden Euro in die Bewältigung der Dieselkrise investieren mussten.

2017 lieferte die VW-Gruppe 10,74 Millionen Fahrzeuge an Kunden in aller Welt aus, gut vier Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der Umsatz stieg um 6,2 Prozent auf 230,7 Milliarden Euro.

Die Stammaktionäre, darunter als größte Gruppe die Familien Porsche und Piëch, das Land Niedersachsen und das Emirat Katar, sollen eine Dividende von 3,90 Euro je Aktie erhalten. An die Vorzugsaktionäre sollen 3,96 Euro je Anteilschein fließen. Für 2016 waren es jeweils 1,90 Euro weniger.

Für das angelaufene Jahr stellte der weltgrößte Autokonzern moderat steigende Auslieferungen in Aussicht. Der Konzern steckt derzeit viele Milliarden Euro in den Umbau zu einem führenden Anbieter von Elektroautos und Mobilitätsdiensten.

cop/dpa/Reuters



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