300.000 Diesel VW mietet in den USA gigantische Parkplätze für zurückgekaufte Autos

Sie stehen in einem Football-Stadion oder in der Wüste: VW hat Hunderttausende Dieselfahrzeuge in den USA zwischengeparkt. Der Konzern will die Autos verkaufen, muss aber Entscheidungen von US-Behörden abwarten.

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Volkswagen hat im Zuge des Dieselskandals von Hunderttausenden Kunden in den USA Autos zurückgekauft. Nun sitzt der Konzern auf den Fahrzeugen und muss sie im wahrsten Sinne des Wortes zwischenparken. Dazu hat VW Dutzende gigantische Parkplätze in den USA gemietet.

Rund 300.000 Autos stehen auf 37 Plätzen, wie aus Gerichtsakten hervorgeht. Dazu gehören etwa ein ausrangiertes Football-Stadion in Detroit, eine ehemalige Papierfabrik in Minnesota und die kalifornische Wüste nahe dem Ort Victorville. Die Autos würden zwischengelagert und regelmäßig gewartet, erklärte VW-Sprecherin Jeannine Ginivan. Sobald die US-Behörden den Veränderungen bei den Abgasvorrichtungen zustimmten, würden die Autos verkauft oder exportiert.

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Diesel-Fahrzeuge: VW schickt Autos in die Wüste

Bis Mitte Februar brachte VW den Gerichtsakten zufolge mehr als 7,4 Milliarden Dollar für den Rückkauf von rund 350.000 Dieselfahrzeugen auf. Das Programm läuft noch bis Ende 2019. Wegen des Skandals um manipulierte Abgassoftware hat sich VW bereiterklärt, in den USA insgesamt mehr als 25 Milliarden Dollar zur Regulierung von Schäden bereitzustellen.

mmq/Reuters



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