Volkswagen-Absatz 2018 Porsche mit Verkaufsrekord, VW stagniert, Audi schwächelt

Porsche hat 2018 einen Verkaufsrekord erzielt. Bei anderen Töchtern des VW-Konzerns lief es hingegen schlechter: Die Kernmarke VW schwächelte, Audis Absätze brachen regelrecht ein.

Neue Volkswagen Polo in Spanien (Archivbild)
REUTERS

Neue Volkswagen Polo in Spanien (Archivbild)


Im vergangenen Jahr hat die Volkswagen-Tochter Porsche mit weltweit 256.255 ausgelieferten Autos einen Verkaufsrekord erzielt. Dank guter Geschäfte in China sei insgesamt ein Plus von vier Prozent zum Vorjahr entstanden, teilte der Sportwagenbauer mit.

In China kletterten die Verkäufe um zwölf Prozent auf 80.108 Autos, das Land blieb damit der größte Einzelmarkt. Auch in den USA ging es aufwärts. Im Heimatmarkt Deutschland verkaufte Porsche im Gesamtjahr 2018 hingegen drei Prozent weniger Autos (Europa: minus 4 Prozent).

Porsche deutete einen verhaltenen Start ins neue Jahr an: "In Europa hatten wir im vierten Quartal 2018 durch die Umstellung auf den neuen Prüfzyklus WLTP und auf Ottopartikelfilter große Herausforderungen zu bewältigen, die wir auch im ersten Halbjahr 2019 noch spüren werden", sagte Vertriebschef Detlev von Platen.

Volkswagen mit Problemen

Während Porsche in China gute Geschäfte machte, lief es für die Volkswagen-Kernmarke VW in der Volksrepublik schlechter: Unter anderem wegen der Zollstreitigkeiten mit den USA brachen die Pkw-Absätze in China ein und gingen im Gesamtjahr erstmals seit mehr als zwanzig Jahren zurück. Das bescherte dem Konzern im Dezember weltweit einen empfindlichen Rückgang um neun Prozent.

In den meisten anderen Regionen stiegen die Verkäufe hingegen, darunter in Deutschland, Europa, den USA und Südamerika. Insgesamt legten die Auslieferungen weltweit damit um 0,2 Prozent auf 6,24 Millionen Autos zu, wie das Unternehmen in Wolfsburg mitteilte.

"2019 wird vor allem vor dem Hintergrund wachsender geopolitischer Risiken erneut ein Jahr enormer Herausforderungen für die Marke", sagte der fürs Tagesgeschäft zuständige Manager Ralf Brandstätter.

Audi bricht ein

Die VW-Premiumtochter Audi hat im vergangenen Jahr weltweit nur 1,81 Millionen Autos an die Kunden ausgeliefert. Das waren 3,5 Prozent weniger als 2017, wie das Unternehmen mitteilte. Immerhin: Im wichtigsten Einzelmarkt China legte Audi 2018 um fast 11 Prozent zu - im Vorjahr hatte ein Streit mit Händlern die Verkäufe belastet.

Probleme machte bei Audi im vergangenen Jahr vor allem der europäische Markt, auf dem fast 14 Prozent weniger Autos verkauft wurden. Verantwortlich seien neben politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten auch hier die Schwierigkeiten beim Wechsel auf den neuen Abgas- und Verbrauchsprüfstandard WLTP, hieß es. Viele Modelle hatten nicht rechtzeitig eine Zulassung nach dem neuen Verfahren bekommen und sind teilweise bis heute nicht lieferbar.

Seit dem 1. September dürfen in der EU keine Fahrzeuge mit dem alten Abgas- und Verbrauchsprüfverfahren NEFZ mehr zugelassen werden. Insbesondere der VW-Konzern mit den Marken VW, Audi und Porsche hatte bei der Umstellung auf das WLTP-Prüfverfahren Probleme, weil lange Zeit die erforderlichen Zulassungen fehlten. Porsche hatte beschlossen, Dieselmodelle komplett aus dem Programm zu nehmen.

beb/kko/dpa



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