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Verschärfter Sparkurs: Bei Volkswagen sind mehr als 10.000 Jobs in Gefahr

Von manager-magazin-Redakteur Michael Freitag

VW will nach Informationen des manager magazin seinen Sparkurs forcieren, 10.000 Jobs stehen dadurch infrage. Ein möglicher Stellenabbau hängt demnach auch von den Kunden ab.

Montage von VW-Logos im Wolfsburger Werk: Konzern in der Krise Zur Großansicht
DPA

Montage von VW-Logos im Wolfsburger Werk: Konzern in der Krise

Volkswagen verschärft seinen Sparkurs. Wie das manager magazin in seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe berichtet, fordert VW-Markenchef Herbert Diess schon für das Jahr 2016 eine Produktivitätssteigerung um zehn Prozent. Um dieses Ziel zu erreichen, müsse VW Chart zeigen Tausende Arbeitsplätze abbauen, heißt es im Konzern.

Eine genaue Zahl wird von Diess bislang nicht genannt. Intern ist aber von weit mehr als 10.000 gefährdeten Jobs die Rede. Es werde keinesfalls ausreichen, die 7000 Leiharbeitskräfte nicht mehr zu beschäftigen. Es gehe auch um fest beschäftigte VW-Mitarbeiter. Wie viele und welche Arbeitsplätze tatsächlich gestrichen werden müssten, hänge auch von der Reaktion der Kunden auf den Skandal um manipulierte Abgaswerte ab, heißt es im Konzern.

Offiziell wies VW Aussagen über einen Stellenabbau zurück. "Wir stehen fest zu unserer Stammbelegschaft", teilte der Konzern mit.

Markenchef will Produktivität in allen Bereich um 10 Prozent erhöhen

Herbert Diess hatte sein Amt als Chef der Marke VW im Juli 2015 angetreten. Er soll die schon in den vergangenen Jahren trotz hoher Verkaufszahlen leicht kriselnde Marke deutlich profitabler machen. Der Konzern hatte angekündigt, VW werde 2018 eine operative Umsatzrendite von sechs Prozent erzielen. Ließe Diess die Dinge allerdings einfach weiterlaufen wie bisher, würden 2018 laut Prognosen der VW-Finanzer acht bis neun Milliarden Euro zu diesem Ziel fehlen. Vorstandschef Matthias Müller stütze den verschärften Sparkurs deshalb, heißt es in Konzernkreisen.

Diess will die Effizienz bei VW laut manager magazin in allen Bereichen um zehn Prozent erhöhen, in den Werken genauso wie in den anderen Bereichen Verwaltung, Entwicklung oder Vertrieb. Spätestens im Frühsommer werde der Markenchef dabei auch massiv an die Arbeitsplätze herangehen, berichten VW-Manager. Beginnen werde er seine Sparoffensive wahrscheinlich in den Komponentenwerken. Volkswagen baut in Deutschland unter anderem Motoren, Getriebe und Achsen für die eigenen Modelle und andere Konzernmarken.

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insgesamt 133 Beiträge
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1.
zamparonio 21.01.2016
Der 2. Teil der Überschrift klingt für mich wie eine Drohung. Kauft der Kunde net genug, dann werden Leute entlassen. VW ist dann nicht schuld sondern der Kunde.
2. Sparkasse VW - Konzern
ein-berliner 21.01.2016
Wird auch die vereinigte Arroganz in den Vorstandsetagen geschasst? Man kann auch die riesigen Boni dieser Betrüger zurück holen... Aber der dumme deutsche Neuwagenkäufer ist leichter zu schröpfen, der macht ja wirklich alles mit. Der lässt sich ja auch ohne Probleme betrügen, unser Staat unterstützt derartige Szenarien auch noch. Traurig genug.
3. Sollte
dachristoph 21.01.2016
es tatsächlich zu solch einem Stellenabbau im Zuge der VW-Affäre kommen, müssten die verantwortlichen Manager und Chef-Techniker mind. für Jahre hinter Gitter. müssen jetzt die kleinen Arbeiter und Angestellte den Bockmist ausbaden, den die Elite da oben verzapft hat? In diesem Land läuft so einiges schief und es bereitet einem langsam echte Magenschmerzen, sowas zu ertragen.
4. Kurzfassung des VW-Skandals
finger_weg 21.01.2016
Winterkorn und Co. streichen weiterhin Millionen ein. Der einfache Arbeiter am Band zahlt die Zeche, sprich verliert seinen Job und die Kunden sind Schuld daran. War ja auch nicht anders zu erwarten.
5. wer ?
goethestrasse 21.01.2016
Es kann doch nicht so schwer sein, mal Roß und Reiter zu benennen !
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