Piëchs Pläne Volkswagen prüft Chancen für Fiat-Übernahme

Volkswagen plant nach Informationen des manager magazin den nächsten Übernahme-Coup: Der Konzern hat Interesse an Fiat Chrysler.

Volkswagen-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch: Gespräche mit Familie Agnelli
DPA

Volkswagen-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch: Gespräche mit Familie Agnelli

Von manager-magazin-Redakteur Michael Freitag


Hamburg - Der Volkswagen-Konzern lotet die Chancen auf eine Übernahme oder Teilübernahme des italienisch-amerikanischen Konkurrenten Fiat Chrysler aus. Volkswagen-Großaktionär Ferdinand Piëch, die Familien Elkann und Agnelli als Fiat-Haupteigner sowie deren Unterhändler haben nach Informationen des manager magazin dazu bereits diverse Gespräche geführt.

Die Italiener würden sich künftig gern auf die Sportwagenmarke Ferrari konzentrieren, heißt es demnach in Konzernkreisen. Sie wollten sich fast komplett aus dem Automobilgeschäft zurückziehen. Volkswagen Chart zeigen hatte wiederholt Interesse an den Fiat-Marken Alfa Romeo und Ferrari signalisiert. Inzwischen geht es in den Gesprächen nach Informationen des manager magazin jedoch vor allem um Chrysler.

Fiat Chart zeigen hatte Chrysler erst im Januar komplett übernommen. Volkswagen hat große Probleme, VW-Modelle in den USA erfolgreich zu vermarkten. Die Konzernspitze erhoffe sich von einer Chrysler-Übernahme eine Lösung der VW-Probleme in Nordamerika, hieß es. So könne VW unter anderem von Chryslers engmaschigem Händlernetz sowie von den erfolgreichen Geländewagen und Pick-ups der Amerikaner profitieren.

Einer Einigung stünden jedoch noch diverse Hindernisse entgegen, zitierte das manager magazin Konzernkreise. So lägen die Preisvorstellungen noch deutlich auseinander, und Fiat-Chef Sergio Marchionne verfolge parallel andere strategische Optionen. Zudem erwäge die Volkswagen-Spitze nach den Käufen von Scania Chart zeigen und MAN Chart zeigen mittelfristig auch Übernahmen weiterer Lkw-Hersteller. Alles gleichzeitig sei jedoch kaum finanzierbar, berichten Top-Manager.

VW-Chef Martin Winterkorn hat jüngst noch einen Sparkurs für den Konzern angekündigt, um die Produktivität zu erhöhen.



Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 110 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Peter Werner 17.07.2014
1.
Finger weg. Volkswagen würde sich überfressen.
j.cotton 17.07.2014
2. Wäre überlebensstrategisch vl. das Beste
Zitat von sysopDPAVolkswagen plant nach Informationen des manager magazin den nächsten Übernahme-Coup: Der Konzern hat Interesse an Fiat Chrysler. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/volkswagen-und-fiat-chrysler-sprechen-ueber-uebernahme-a-981491.html
Wenn ich sehe, wie viele (bzw wenige) "new Pandas" noch auf den Strassen rollen, im Vergleich. Alleine hat Fiat keine Chance. Obwohl das wohl viele Arbeitsplätze (hauptsächlch in I!)kosten würde. Und was wird dann aus Alfa?
Rinax 17.07.2014
3.
Das waere toll, Fiat Punto R oder den 500R, sofern es sowas dann gibt kaufe ich gleich der Freundin :-)
prophet46 17.07.2014
4. Weltmeistermacke
Zitat von sysopDPAVolkswagen plant nach Informationen des manager magazin den nächsten Übernahme-Coup: Der Konzern hat Interesse an Fiat Chrysler. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/volkswagen-und-fiat-chrysler-sprechen-ueber-uebernahme-a-981491.html
Jetzt ist er ganz durchgeknallt. Vielleicht will er demnächst noch das Kanzeramt übernehmen.
diewahrheitsagen 17.07.2014
5. Weiter so !
Es ist großartig, wie VW als eines der deutschesten Unternehmen, Stück für Stück zum mächtigsten Automobilhersteller der Welt wird. Weiter so! Das muss der Anspruch aller Deutschen sein!
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.