Autobau VW meldet neuen Verkaufsrekord

War da mal was mit Krise? Die Marken des VW-Imperiums haben im vergangenen Jahr mehr Fahrzeuge ausgeliefert als je zuvor. Der größte Autobauer der Welt vergrößert damit den Abstand zur Nummer zwei Toyota.

VW-Jetta bei der Automesse in Detroit
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VW-Jetta bei der Automesse in Detroit


Der Volkswagen-Konzern hat 2017 mehr Fahrzeuge ausgeliefert als je zuvor. Der Autobauer übergab 10,74 Millionen Fahrzeuge an Kunden in aller Welt, wie das Unternehmen am Mittwoch in Wolfsburg mitteilte. Das waren 4,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Allein im Dezember lieferte VW mit fast einer Million 8,5 Prozent mehr Fahrzeuge aus.

Besonders gut lief es 2017 für die Wolfsburger etwa in Osteuropa, China und in den USA. In Deutschland, wo die Dieselkrise den Absatz belastet hatte, konnte VW zwar im Dezember die Zahlen im Vergleich mit dem Vorjahresmonat steigern. Im Gesamtjahr aber gab es einen leichten Rückgang.

2016 hatte Volkswagen einschließlich der beiden Lkw-Töchter MAN und Scania weltweit 10,3 Millionen Fahrzeuge ausgeliefert. Allein im vergangenen Dezember steigerte der Konzern die Auslieferungen um 8,5 Prozent auf knapp eine Million Stück.

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Das VW-Imperium: Zwölf Marken sollt ihr sein

Der japanische Rivale Toyota hatte bereits im Dezember mitgeteilt, er rechne für 2017 mit einem weltweiten Absatz von 10,35 Millionen Fahrzeugen. Das wäre zum Vorjahr ein Plus von zwei Prozent. Für 2018 hat sich Toyota 10,5 Millionen Auslieferungen vorgenommen.

Den hausgemachten Dieselskandal hat Volkswagen noch nicht überwunden. Die Wiedergutmachung der millionenfachen Abgas-Manipulation kostete den Konzern bereits mehr als 25 Milliarden Euro und wird auch in diesem Jahr zu weiteren Belastungen führen. Doch abseits der Altlasten läuft das Geschäft rund. Dabei kommt dem Autobauer zugute, dass er mit zwölf Marken weltweit präsent ist und so konjunkturelle Schwankungen ausgleichen kann.

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Vorstandschef Matthias Müller hatte sich allerdings schon Ende Dezember zuversichtlich bezüglich des abgelaufenen Geschäftsjahres gezeigt: "Betriebswirtschaftlich wird das sicher ganz hervorragend", sagte er. "Die Mannschaft hat sich von den letzten zwei schwierigen Jahren nicht unterkriegen lassen."

beb/dpa/Reuters



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