Trotz Abgasaffäre VW überholt Toyota als weltgrößten Autobauer

Abgasaffäre? Pah! Trotz des immer noch schwelenden Dieselskandals hat der Volkswagen-Konzern 2016 gut 10,3 Millionen Autos verkauft - und damit den Rivalen Toyota wohl von der Weltspitze verdrängt.


Wie es aussieht, ist VW wieder die Nummer eins - zumindest was die Verkäufe angeht. Mehr als 10,3 Millionen Fahrzeuge hat der Konzern mit all seinem Marken nach eigenen Angaben im Jahr 2016 verkauft. Das waren 3,8 Prozent mehr als noch 2015.

Damit dürfte der VW-Konzern seinen japanischen Rivalen Toyota als führenden Autohersteller der Welt abgelöst haben. Die Japaner hatten Mitte Dezember die Erwartung geäußert, 2017 auf weltweit 10,2 Millionen verkaufte Fahrzeuge zu kommen.

"2016 war ein sehr anspruchsvolles Jahr für uns", ließ VW-Konzernchef Matthias Müller am Dienstag mitteilen. Dennoch sei es gelungen, unter schwierigen Bedingungen das operative Geschäft zu stabilisieren. "Im Gesamtjahr führte der Abgasskandal nicht zu einem Absatzrückgang."

Bei der Kernmarke VW-Pkw steigen die Auslieferungen um 2,8 Prozent auf knapp sechs Millionen Autos, wie Volkswagen bereits am Sonntag bekannt gegeben hatte.

Vor allem der wichtigste Markt China trieb die Nachfrage an. In der Volksrepublik brachte der Konzern von Januar bis Dezember insgesamt knapp vier Millionen Autos an die Kunden - ein Plus von 12,2 Prozent.

In Europa waren es mehr als 4,2 Millionen (plus vier Prozent). Jedoch fiel der Zuwachs auf dem deutschen Heimatmarkt mit 0,2 Prozent sehr mager aus. In den USA, wo die Abgasaffäre im September 2015 bekannt geworden war, gab es sogar ein Minus von 2,6 Prozent. Am größten waren die Verluste mit 33,9 Prozent jedoch in Brasilien

stk/dpa



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