Nach Dieselskandal VW und Audi melden großes Verkaufsplus in den USA

Volkwagen und die Konzerntochter Audi melden erneut kräftig wachsende Verkaufszahlen in den USA. Das hat auch mit dem Dieselskandal zu tun.

VW-Händler in den USA
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VW-Händler in den USA


Volkswagen Chart zeigen legt beim Absatz auf dem US-Markt weiter kräftig zu. Die Neuwagenverkäufe der Kernmarke VW legten im Februar verglichen mit dem Vorjahreswert um 13 Prozent auf 25.145 Autos zu, wie die US-Tochter des Dax-Konzerns mitteilte. Bereits in den Vormonaten hatte es deutliche Zuwächse gegeben.

Das Plus ist auch deshalb so beachtlich, weil die Zahlen im Vorjahreszeitraum besonders schlecht gewesen waren. Damals hatte ein Verkaufsstopp von Dieselwagen im Zuge des Abgasskandals tiefe Spuren in der Absatzbilanz hinterlassen.

Vor allem mit Golf-Modellen wie dem Sportgeländewagen Alltrack (plus 60 Prozent) konnte VW bei US-Kunden im vergangenen Monat punkten. Beim früheren Verkaufsschlager Jetta ging die Nachfrage indes weiter zurück. Volkswagens Premium-Tochter Audi Chart zeigen steigerte die Anzahl der verkauften Fahrzeuge dank eines brummenden SUV-Geschäfts um 17,3 Prozent auf 13.741 Stück.

Der größte US-Hersteller General Motors Chart zeigen schaffte ein Plus von 4,2 Prozent und wurde 237.388 Autos los. Die Rivalen Ford Chart zeigen und Fiat Chrysler Chart zeigen mussten Rückgänge um vier und zehn Prozent hinnehmen.

beb/dpa/Reuters



insgesamt 94 Beiträge
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mazzmazz 01.03.2017
1. Kein Wunder...
VW verkauft die Autos in den USA zum Kia-Preis. Ein Passat R-Line mit 1.8T Motor und Automatik sowie Klimaautomatik udn allen möglichen elektrischen helferlein kostet Straßenpreis gut 22.000 Eur. Nagelneu, sofort lieferbar. Das sind ca. 23.500 Eur inkl. VAT. Nun kommt natürlich umgehend der EInwand, das deutsche Modell hätte ja auch eine bessere Hinterradaufhängung und den moderneren Motor. Ob das dann aber 10.000 Eur wert ist...? In D kostet ein derart ausgerüsteter Passat nämlich locker 33.000 Eur Straßenpreis. Ich denke, viele deutsche Kunden wären mit einem US-Passat zum US-Preis ganz happy. In den USA stellt sich die Frage bei einem solchen Auto natürlich so: Budget maximal 25.000 USD. Groß und bequem, sicher und sofort verfügbar. Die Ausstattung ist sowieso gut und mit einem 300 PS-Motor in solchen Autos kann VW in den USA nicht punkten. In dieser Klasse fährt man dort eher Honda oder BMW. Niemals würde ein Amerikaner einen VW zum BMW-Preis kaufen. Von Audi sieht man in den USA v.a. die SUVs, die dort auch Geld kosten. Ein A5 kostet inkl. VAT LP gut 50.000 USD. Am Ende kostet er 45.000 USD. Ausstattungsbereinigt in D: gut 55.000 Eur würde ich schätzen. Das ist dann ein Statussymbol. Aber immer noch viel, viel günstiger als in D. Der deutsche Privatkunde subventioniert eben nach wie vor die hohen Nachlässe für Flottenkunden und Übersee-Verkäufe.
~tombert 01.03.2017
2. Den Markt übernehmen
Erst Aldi und Lidl, jetzt noch VW & Audi! Freuen wir uns, das dutsche Konzerne den US-Amerikanischen Markt übernehmen. Letztendlich hat die deutsche Markenqualität auch die Amis überzeugt, das kommt uns alles zu Gute, denn ein Teil des Geldes wird schließlich in Deutschland versteuert. Weiter so!
Darwins Affe 01.03.2017
3. Gag?
Stellt sich der ganze Diesel-Skandal evtl. nur als ein riesiger Reklame-Gag heraus?
puqio 01.03.2017
4. Das sind witzige Vergleiche, fast schon unseriös . .
Audi steigerte die Verkäufe um enorme 17,3 Prozent auf 13.741 Stück, während General Motors nur ein Plus von 4,2 Prozent schaffte und 237.388 Autos los wurde. Tatsächlich hat GM also 10.000 Autos mehr verkauft und Audi nicht einmal ein Viertel davon, nämlich weniger als 2400. Verwunderlich ist daran nur, daß VW-Audi überhaupt noch Diesel-Autos in den USA verkaufen können. Oder haben sie tatsächlich gar kein Diesel-Auto verkauft? Fragen über Fragen
johannesbueckler 01.03.2017
5. Vat
Es gibt keine generelle Value Added Tax, sondern State/County/City Sales Tax.....meine kombiniert 3,8 Prozent, 2 Meilen weiter 8,2 Prozent.....
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