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Abgas-Affäre: VW-Vorstände sollen früher von Manipulationen gewusst haben

Zwei VW-Vorstände sollen nach SPIEGEL-Informationen über die Abgas-Manipulationen Bescheid gewusst haben, Wochen bevor der Konzern dies zugab. Einer der beiden ist sogar der Chefaufklärer.

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DPA

VW-Vorstand Garcia Sanz

In der VW-Abgasaffäre rücken jetzt Volkswagen-Markenchef Herbert Diess und Konzernvorstand Francisco Javier Garcia Sanz ins Scheinwerferlicht. Nach SPIEGEL-Informationen sollen beide schon im August 2015 vom Einsatz der verbotenen Motorensoftware (Defeat Device) erfahren haben, Wochen bevor VW den Gesetzesverstoß offiziell einräumte. (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)

Auf einer Sitzung des Volkswagen-Markenvorstands am 24. August 2015 soll der damalige Entwicklungschef Heinz-Jakob Neußer vom Einbau der Defeat Devices in den US-Modellen berichtet haben. Garcia soll als Gast an der Sitzung teilgenommen haben. Das haben Zeugen gegenüber der Anwaltskanzlei Jones Day berichtet, die den Skandal untersucht.

Besonders pikant daran: VW-Manager Garcia ist im Vorstand zuständig für "die Aufarbeitung" der Folgen des Betrugs. Er verhandelt mit der US-Umweltbehörde EPA über die Entschädigung der Kunden. Ein VW-Sprecher sagt: "Zum Inhalt von Vorstandssitzungen geben wir grundsätzlich keine Stellungnahme ab."

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