Programm bis 2015: Volkswagen investiert mehr als 50 Milliarden Euro

Europas größter Autohersteller will mit Rekordinvestitionen seinen Weg an die Weltspitze sichern. Bis 2015 will Volkswagen mehr als 50 Milliarden Euro in den Ausbau seiner Werke und in die Entwicklung neuer Fahrzeuge stecken - mehr als die Hälfte fließt nach Deutschland.

Golf-VII-Produktion in Zwickau: Rekordinvestitionen geplant Zur Großansicht
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Golf-VII-Produktion in Zwickau: Rekordinvestitionen geplant

Wolfsburg - Volkswagen erhöht trotz der Schuldenkrise in Europa das Tempo bei seinen Investitionen: Der Aufsichtsrat des Konzerns gab am Freitag ein 50,2 Milliarden Euro schweres Programm frei - das entspricht mehr als dem Vierfachen des Betriebsgewinns des vergangenen Jahres von gut elf Milliarden Euro. Das Geld soll bis zum Jahr 2015 in das weltweite Werksnetz und neue Technologien fließen. 60 Prozent der Sachinvestitionen sollen auf die deutschen Standorte entfallen.

"Wir schaffen so die Voraussetzungen, dass unsere 27 Werke bei Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Vergleich weiter ganz vorne mitspielen", sagte Winterkorn. "Wir bei Volkswagen stehen zum Industriestandort Deutschland", fügte der VW-Chef mit einem Seitenhieb auf Opel hinzu, wo die Konzernmutter General Motors (GM) über Werksschließungen diskutiert. VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh begrüßte die Entscheidung als "klares Bekenntnis zur Sicherung von Arbeitsplätzen und Beschäftigung bei Volkswagen gerade angesichts des schwierigen Umfelds in der Automobilindustrie".

Volkswagen will bis 2018 an Toyota und der Opel-Mutter GM vorbeiziehen und der weltgrößte Autohersteller werden. Leisten kann VW sich die Investitionen: Trotz der Übernahmen des Porsche-Sportwagengeschäfts und der Motorradmarke Ducati verfügt der Konzern noch immer über ein komfortables Finanzpolster von 9,2 Milliarden Euro. Weitere rund 4,5 Milliarden Euro hatten sich die Wolfsburger jüngst durch zwei Anleihen beschafft.

Der neuen Planung zufolge will VW von 2013 bis 2015 allein 24,7 Milliarden Euro in neue Automobile und Varianten investieren. Dazu gehöre auch eine neue Lkw-Generation von MAN. Bei Autos sollen die Kosten durch die neue Baukastentechnologie um über 20 Prozent sinken. 14,5 Milliarden Euro fließen in den Ausbau der Werke - als Projekte hob der Konzern die neue Audi-Fabrik in Mexiko und die Erweiterung des Porsche-Werks in Leipzig sowie den Ausbau der Produktion von Automatikgetrieben hervor.

Weitere knapp zehn Milliarden Euro sollen in die Gemeinschaftsunternehmen in China gesteckt werden. VW zieht derzeit drei Werke in der Volksrepublik hoch, um die erwartete Nachfrage bedienen zu können. Der Aufsichtsrat beschließt üblicherweise jedes Jahr im November die Investitionen für die kommenden fünf Jahre. Im vergangenen Jahr hatte der Kontrollrat für den Fünf-Jahres-Zeitraum von 2012 bis 2016 Gesamtausgaben von 62,4 Milliarden Euro beschlossen.

nck/Reuters/dpa

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1.
spon-facebook-10000351791 23.11.2012
Zitat von sysopEuropas größter Autohersteller will mit Rekordinvestition seinen Weg an die Weltspitze sichern. Bis 2015 will Volkswagen mehr als 50 Milliarden Euro in den Ausbau seiner Werke und in die Entwicklung neuer Fahrzeuge stecken - mehr als die Hälfte fließt nach Deutschland. Volkswagen will bis 2015 mehr als 50 Milliarden Euro investieren - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/volkswagen-will-bis-2015-mehr-als-50-milliarden-euro-investieren-a-868958.html)
morgen kommen dann wieder die kommentare, dass ein fahrzeug der VAG doppelt so viel kostet, wie ein japaner/koreaner/osteuropäer...
2.
pauschaltourist 23.11.2012
Zitat von spon-facebook-10000351791morgen kommen dann wieder die kommentare, dass ein fahrzeug der VAG doppelt so viel kostet, wie ein japaner/koreaner/osteuropäer...
Das weiß ich nicht. Jedoch funktionieren VW-Motoren aufgrund Steuerkettenproblematiken und Frostgefahr scheinbar nur halb so lange wie die Motoren der Konkurrenz aus Asien und Osteuropa. So kann man es zumindest Leserbriefen und Reportagen der Automobilpresse entnehmen.
3. natürlich werden die üblichen VW Basher
eishockeyoma 23.11.2012
wieder loslegen. Ich finde es trotz allem ein klares Bekenntnis zu rund 100.00 deutschen Beschäftigten und kann nur sagen, toll. Die sich über VW aufregen, sind aber auch die, die dann wieder anfangen über die bösen Fiormen zu meckern, die Deutschland verlassen und Ihr Geld lieber nur im Ausland verdienen. Manchen kann man es halt einfach nicht recht machen. Ich kann nur hoffen, dass es VW egal mit welcher Antriebsart bei den Fahrzeugen weiterhin so gut geht.
4. "Weg an die Weltspitze sichern"
manni-two 23.11.2012
infantiler Streit um die grösste Sandburg, VW gehört zur Weltspitze (zumindest an Stückzahlen), wenn sie es nicht verkraften 100.00 Einheiten weniger als Toyota oder GM zu verkaufen sollten sie wieder nach Stalingrad marschieren (Resultat ist bekannt).
5. Omg
ryymar 23.11.2012
wurden noch nicht mal alternative Antriebstechnologien, wie Hybrid oder Elekto Motor erwähnt. Wenn VW da nicht investiert, kann es noch soviel investieren, denn in bestimmt 10 Jahren will keiner mehr Benziner kaufen Ich hoffe ich liege falsch damit.
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