Abgasaffäre Volkswagen will Ex-FBI-Chef als Berater

In den USA droht Volkswagen eine Milliardenstrafe. Deshalb will der Autokonzern laut einem Medienbericht den früheren FBI-Chef Louis Freeh als Berater anstellen. Der Amerikaner soll offenbar seine Kontakte spielen lassen.

Louis Freeh (2012): Bereits vor Wochen ins Spiel gebracht worden
REUTERS

Louis Freeh (2012): Bereits vor Wochen ins Spiel gebracht worden


Volkswagen will einem Medienbericht zufolge den früheren FBI-Chef Louis Freeh als Sonderbeauftragten für die Abgasaffäre gewinnen. Der Ex-Chef der Bundespolizei solle insbesondere seine Kontakte in den USA nutzen, wo VW wegen der Manipulation von Abgaswerten mit Schadenersatzzahlungen in Milliardenhöhe rechnen muss, berichtet die "Süddeutsche Zeitung".

Die Berufung des 66-Jährigen Freeh solle an diesem Dienstag in einem Sonderausschuss des Aufsichtsrats besprochen werden, so die Zeitung. Das Gremium komme in Wolfsburg zusammen, um sich über den Stand der Ermittlungen zu informieren. Freeh sei intern bereits vor Wochen als möglicher VW-Botschafter in den USA ins Spiel gebracht worden. Er war 2006 als Berater von Daimler angeheuert worden, um eine Schmiergeldaffäre zu bewältigen.

Ein VW-Sprecher sagte, er wolle Spekulationen nicht kommentieren.

mka/Reuters



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