Scania und MAN Volkswagen treibt offenbar Börsengang der Lkw-Sparte voran

Seit Langem liebäugelt Volkswagen mit einem Börsengang seines Lkw-Geschäfts - nun macht der Konzern Tempo: Laut "Handelsblatt" soll die Sparte noch im März in eine Aktiengesellschaft umgewandelt werden.

Volkswagen-Zentrale in Wolfsburg
AFP

Volkswagen-Zentrale in Wolfsburg


"Brummis an die Börse": So betitelte der SPIEGEL bereits im Sommer 2016 eine Meldung über die mögliche Ausgliederung des Lkw-Geschäfts von Volkswagen Chart zeigen. Nun will der Konzern die Sparte mit den Marken Scania und MAN möglichst bald an die Börse bringen, berichtet das "Handelsblatt". Noch in diesem Monat soll demnach mit der Umwandlung der Volkswagen Truck & Bus GmbH in eine Aktiengesellschaft das Fundament dafür geschaffen werden.

Ziel sei es, in diesem ersten Schritt die "Kapitalmarktfähigkeit" des Geschäftsbereichs mit rund 80.000 Mitarbeitern zu erreichen. In einem nächsten Schritt sollen dann Investmentbanken engagiert werden, die bei potenziellen Investoren werben sollen. "An der Börse soll die Aktie dann im Frühjahr kommenden Jahres erstmals gehandelt werden", sagte ein hochrangiger Insider der Zeitung.

Der mögliche Börsengang wäre nach dem der Siemens-Medizintechniksparte Healthineers der zweitgrößte seit langer Zeit. Experten schätzen, dass der Wolfsburger Konzern einen zweistelligen Milliardenbetrag erlösen könnte. Konzerninsidern zufolge will VW zunächst die Mehrheit an der Sparte behalten.

Allerdings ist der Börsengang laut "Handelsblatt" noch nicht endgültig beschlossen. Dazu müssten noch weitere Beschlüsse des Vorstands und des Aufsichtsrats erfolgen und auch die Betriebsräte formal eingebunden werden. Dies soll in den kommenden Wochen geschehen.

Volkswagen äußerte sich nicht zu der geplanten Umwandlung der Sparte in eine Aktiengesellschaft. Eine Sprecherin verwies indes auf frühere Aussagen des für die Lkw-Sparte zuständigen VW-Vorstands Andreas Renschler, der einen Börsengang als eine mögliche Option bezeichnet hatte.

fdi



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