Essen - Eigentlich war er bei dem Ruhrpott-Konzern ThyssenKrupp zuständig für die saubere Unternehmensführung. Vor kurzem aber hat die Staatsanwaltschaft Essen ein Ermittlungsverfahren gegen den geschassten Manager Jürgen Claassen eingeleitet. Dieses ist jetzt zum Teil eingestellt worden.
Da sich kein Anfangsverdacht für eine Straftat ergeben habe, würden die Vorwürfe über Luxusreisen Claassens mit Journalisten fallengelassen. Der Verdacht der Untreue bestehe allerdings weiterhin, teilten Ermittler am Donnerstag mit. Der 54-Jährige soll private Ausgaben auf einer USA-Reise nicht als solche abgerechnet haben.
Aufgrund der Vorwürfe hatte sich Claassen bereits am 1. Dezember freistellen lassen. Am Mittwoch hatte der ThyssenKrupp-Aufsichtsrat bekannt gegeben, dass er mit seinen Vorstandskollegen Olaf Berlien und Edwin Eichler das Unternehmen verlassen muss. Der Grund für die Trennung sind Korruptionsvorwürfe und Milliardenverluste im Konzern.
rit/dapd
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