Martin Winterkorn Chinas Machthaber macht Volkswagen-Chef zum Top-Berater

Martin Winterkorn ist nicht nur der bestbezahlte Manager Deutschlands, er gehört künftig auch als einziger Deutscher zu einem Beraterzirkel um Chinas Premier Li. Einem Zeitungsbericht zufolge gehören zu dem Kreis noch 13 andere internationale Wirtschaftsgrößen.

Winterkorn bei einer Automesse in Shanghai (April 2013): 14 Top-Berater
DPA

Winterkorn bei einer Automesse in Shanghai (April 2013): 14 Top-Berater


Hamburg - Es muss ein illustrer Zirkel sein, zu dem sich Martin Winterkorn künftig gesellt. Der Volkswagen-Chef gehört nach "Handelsblatt"-Informationen zu einem Kreis von 14 Top-Managern aus aller Welt, die Chinas Ministerpräsidenten Li Keqiang beraten sollen. Am Mittwoch trafen sich der Regierungschef und seine internationalen Berater das erste Mal in Peking.

"Ein Thema, das wir diskutiert haben, war Chinas Strategie, seine zentralen und westlichen Regionen zu entwickeln", sagte Winterkorn dem "Handelsblatt". Volkswagen unterstütze den Kurs mit einer neuen Fabrik in Changsha und seiner Go-West-Strategie, einem Werk in Urumqi.

Zum sogenannten Global CEO Advisory Council gehören dem Bericht zufolge neben Winterkorn internationale Firmenchefs wie General-Electric-Chef Jeffrey Immelt und Disney-Boss Robert Iger aus den USA oder Carrefour-Chef Georges Plassat aus Frankreich. Winterkorn ist der einzige deutsche Vertreter und Automanager der Beraterrunde. Der VW-Chef ist der bestbezahlte Vorstandschef Deutschlands.

In China operiert der Wolfsburger Autokonzern mit zwei staatlichen Joint-Venture-Partnern, SAIC und FAW. Das Land ist der wichtigste Markt der Deutschen. In den ersten vier Monaten 2013 setzte der Volkswagen-Konzern ein Drittel seiner Autos in China ab. Gemeinsam mit den Partnern baut Volkswagen sieben neue Werke und investiert in den nächsten Jahren insgesamt mehr als zehn Milliarden Euro. Trotz der Zusammenarbeit mit den Staatsfirmen ist es in China mitunter heikel für den Konzern: So sah sich VW zuletzt zu einer größeren Rückrufaktion genötigt.

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insgesamt 34 Beiträge
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ronald1952 05.06.2013
1. Was für ein feiner Herr, Diehner
Zitat von sysopDPAMartin Winterkorn ist nicht nur der bestbezahlte Manager Deutschlands, er gehört künftig auch als einziger Deutscher zu einem Beraterzirkel um Chinas Premier Li. Einem Zeitungsbericht zufolge gehören zu dem Kreis noch 13 andere internationale Wirtschaftsgrößen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/vw-chef-winterkorn-beraet-chinas-ministerpraesidenten-a-904013.html
zweier Herren. Das VW ja auch dem Bund gehört sollte man diesen Herren sofort die fristlose Kündigung auf den Tisch legen. Sonst liefert er vielleicht den Chinesen die gesamte Technik von VW frie Haus.Was für ein Pack wird eigendlich bei uns in den Manageretagen so Beschäftigt? schönen Tag noch,
raber 05.06.2013
2.
Win-Win für alle mit der möglichen Ausnahme von chinesischen Autokäufern wenn eine Rückrufaktion dadurch verhindert werden kann.
leser1964 05.06.2013
3. So gehört sich das, hoffentlich beiderseits. . .
. . . Denn so finden Kulturen, Wirtschaftssysteme und Menschen zueinander. Das führt auch für die Wirtschaft der Länder zu realen, messbaren Vorteilen. Hoffentlich setzen wir die Topleute der chinesischen Wirtschaft auch bei uns als Berater ein. Schlaue Idee.
Tommi16 05.06.2013
4.
Zitat von sysopDPAMartin Winterkorn ist nicht nur der bestbezahlte Manager Deutschlands, er gehört künftig auch als einziger Deutscher zu einem Beraterzirkel um Chinas Premier Li. Einem Zeitungsbericht zufolge gehören zu dem Kreis noch 13 andere internationale Wirtschaftsgrößen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/vw-chef-winterkorn-beraet-chinas-ministerpraesidenten-a-904013.html
Globalisierung der sympathischen Art. China macht aber auch alles richtig.
gustav_rach 05.06.2013
5. Sollten wir hier auch mal einführen...
nicht Wunschdenken und Ideologie bestimmen die Politik, sondern Fachwissen! Menschen die Durchblick haben über das, was technisch möglich ist und was nicht! Ich bin wieder wach, war nur so ein Tagtraum.
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