Abgasaffäre VW heuert ehemalige "Deepwater Horizon"-Kanzlei an 

Volkswagen braucht juristischen Beistand - und greift dafür auf die US-Kanzlei Kirkland & Ellis zurück. Die Anwälte kennen sich aus mit Konzern-Katastrophen: Sie vertraten auch BP nach der Explosion der Ölplattform "Deepwater Horizon".

Brennende Ölplattform "Deepwater Horizon" im Jahr 2010: Anwälte mit Erfahrung
REUTERS

Brennende Ölplattform "Deepwater Horizon" im Jahr 2010: Anwälte mit Erfahrung


In der Abgasaffäre hat Volkswagen die bekannte US-Anwaltskanzlei Kirkland & Ellis LLP angeheuert. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf eine VW-Sprecherin. Eine Sprecherin der Kanzlei lehnte eine Stellungnahme ab.

Die Kanzlei hatte den britischen Ölkonzern BP nach der Explosion der Ölplattform "Deepwater Horizon" im Jahre 2010 vertreten. Damals waren elf Menschen ums Leben gekommen. Der Konzern musste Schadens- und Strafzahlungen in Milliardenhöhe leisten.

Auch VW drohen durch mögliche Klagen und Strafgelder hohe Schäden. Am Dienstag hatte der Konzern mitgeteilt, allein für das laufende werde man 6,5 Milliarden Euro zurückstellen.

In der Affäre geht es um die Manipulation von Abgastests bei VW-Dieselautos. Nach Unternehmensangaben könnten bis zu elf Millionen Fahrzeuge betroffen sein.

Konzernchef Martin Winterkorn bat am Dienstag in einem Videostatement öffentlich um Entschuldigung für die Manipulationen versprach rasche Aufklärung.

Im Video: Das Statement von VW-Chef Winterkorn

stk/dpa-AFX

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insgesamt 37 Beiträge
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Seite 1
ackergold 23.09.2015
1.
Bei 30 Milliarden Schaden spielt auch das keine Rolle mehr. Es wird 10 Jahre dauern bis zur Endabrechnung.
localpatriot 23.09.2015
2. BP hat Lehrgeld bezahlt
Das wichtigste ist nun dass man die Sache durch ungeschicktes Verhalten noch schlimmer macht und die Strafen und Schadensersatzleistungen noch erhöht. So gesehen ist die Wahl der Kanzlei absolut richtig.
Cotti 23.09.2015
3.
Da wird die US-Justiz wohl auch entsprechend reagieren, denn wer sich solche "Verteidiger" nimmt, hat die eigene Schuld wohl doch nicht wirklich angenommen. Jetzt macht es sich VW noch teurer, als es sein müsste.
moneysac123 23.09.2015
4.
Och Gottchen, wegen so einer Lapalie wird so ein Wind gemacht, aber das kommt allen sehr gelegen, den USA, der deutschen Politik. VW hat sich eben erwischen lassen bei etwas unwichtigem, aber illegalem. Da muss MR. Winterkorn jetzt den reuigen Sünder geben, obwohl er vermutlich nichts davon gewusst hat. Merkel weiß ja auch nichts, wenn ein deutscher Islamist in Syrien Verbrechen begeht (hat sie es etwa gebillig, das muss sie doch gewusst haben?!? ;-) )
hevopi 23.09.2015
5. Da bin ich aber nicht so überzeugt,
eine solche "Rechtsverdreher-Kohleabzocker-Agentur" heuert man nur an, wenn man richtig Dreck am Stecken hat.
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