Wolfsburg - Angesichts der Verkaufsrückgänge in Europa setzt Volkswagen immer stärker auf ausländische Absatzmärkte. Der Wolfsburger Konzern kündigte am Donnerstag an, in den kommenden Jahren mindestens zehn weitere Werke zu errichten, davon alleine sieben in China.
Bis 2018 sollen die Produktionskapazitäten in der Volksrepublik - Volkswagens größtem Markt - demnach auf mehr als vier Millionen Fahrzeuge pro Jahr aufgestockt werden. Im vergangenen Jahr produzierte der Konzern dort mit seinen beiden Partnern gut 2,6 Millionen Fahrzeuge. Die China-Beteiligungen waren 2012 einer der größten Ertragsbringer. Aus ihnen floss VW anteilig ein operativer Gewinn von 3,7 Milliarden Euro zu, 40 Prozent mehr als vor einem Jahr.
Die Zukunft des Zwölf-Marken-Konzerns entscheide sich in Ländern wie China, Russland, Indien, Amerika und Südostasien, sagte Konzernchef Martin Winterkorn am Donnerstag. "Dort werden wir den Großteil des künftigen Wachstums erzielen."
Der VW-Chef bekräftigte, Volkswagen wolle im laufenden Jahr erneut mehr Autos verkaufen und den Umsatz steigern. Bis 2018 will VW weltweit größter Autohersteller sein. Demnach will das Unternehmen in fünf Jahren zehn Millionen Fahrzeuge produzieren. "Das Volumen könnten wir auch schon früher erreichen", sagte Winterkorn. Derzeit würden weltweit insgesamt rund 65 Millionen Fahrzeuge verkauft, nach Prognosen sollen es 2018 rund hundert Millionen sein.
ssu/dpa/Reuters
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