Abgasmanipulation VW-Management soll früh von Skandal gewusst haben

Hat VW die Aufklärung des Abgasskandals verschleppt? Laut einem Dokument aus der niedersächsischen Staatskanzlei wurden die US-Behörden deutlich früher informiert als Aufsichtsrat und Öffentlichkeit. Das könnte Aktionäre zu Klagen ermutigen.

Abgasuntersuchung an einem VW: Teilgeständnis im August
DPA

Abgasuntersuchung an einem VW: Teilgeständnis im August


Die Führungsebene von Volkswagen soll früher von der Abgasmanipulation gewusst haben als bislang bekannt. Nach Informationen von "Handelsblatt" und dem ZDF-Magazin "Frontal21" zeigt das ein als "streng vertraulich" eingestufter Aktenvermerk für den niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil (SPD). Dieser enthält eine Zeitleiste zu den Kontakten zwischen Volkswagen und US-Behörden, die der Konzern auf Anfrage eines Mitarbeiters von Weil erstellt haben soll.

Dem Dokument zufolge legte VW bereits im August ein "Teilgeständnis" gegenüber der kalifornischen Umweltbehörde Carb ab. Am 19. August gab es demnach eine "Teilzugabe der Umschaltlogik", am 3. September wurden "alle Details zum Defeat Device offengelegt" - jener Abschalteinrichtung, welche den Abgasausstoß manipulierte. Erst Mitte September wurden jedoch auch der Aufsichtsrat, Aktionäre und Kunden informiert.

Weil ist Mitglied des Aufsichtsrats, der seiner Ansicht nach zu spät über die technischen Tricks informiert wurde. Eine verschleppte Aufklärung wäre ein entscheidendes Argument für Aktionäre, die aufgrund der Kursverluste bereits Schadensersatzklagen gegen den Konzern planen.

In den USA drohen VW zudem hohe Geldstrafen der Behörden sowie Klagen von betroffenen Kunden. Um diese zu beschwichtigen, hat Volkswagen nun rund 120.000 Einkaufsgutscheine im Wert von 1000 Dollar verteilt.

dab



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mike stevens 19.11.2015
1. Millionengehälter für große Verantwortung und
Jeder, auch Politiker z.B. in einem Aufsichtsrat sind "Aufsicht" und voll verantwortlich für ihre Aufsicht, dafür bekommen diese die hohe Entschädigung für ihre aufwändige Arbeit Aufsicht auszuüben.PUNKT!!! Warum werden nicht alle VW Mitarbeiter und Vorstandsmitglieder, die vom Betrug nachweislich wussten, bzw. hätten wissen müssen juristisch verfolgt und mit allem was sie besitzen zur Rechenschaft gezogen. Es kann doch nicht sein, dass die Bürger und Mitarbeiter für einen halbstaatlichen Großkonzern mit "kriminellen Strukturen" haften und nicht die eigentlich Verantwortlichen. Die Manager und Vorstandsmitglieder großer Konzerne sind unsere Leistungsträger, dafür bekommen sie gutes Geld, Lohn, Gehalt, o.ä.. Dafür haften diese dann, wenn sie ihre Arbeit nicht rechtsstaatlich erfüllen, ist doch klar, oder? Jeder Staatsanwalt, der da nicht ermittelt macht sich strafbar, oder er wartet einfach die Verjährungsfristen ab? Also, jeder Politiker z.B. in einem Aufsichtsrat ist Aufsicht und voll verantwortlich für seine Aufsicht, dafür bekommt er die hohe Entschädigung für seine aufwändige Arbeit Aufsicht auszuüben.PUNKT!!!
janne2109 19.11.2015
2. warum
Zitat von mike stevensJeder, auch Politiker z.B. in einem Aufsichtsrat sind "Aufsicht" und voll verantwortlich für ihre Aufsicht, dafür bekommen diese die hohe Entschädigung für ihre aufwändige Arbeit Aufsicht auszuüben.PUNKT!!! Warum werden nicht alle VW Mitarbeiter und Vorstandsmitglieder, die vom Betrug nachweislich wussten, bzw. hätten wissen müssen juristisch verfolgt und mit allem was sie besitzen zur Rechenschaft gezogen. Es kann doch nicht sein, dass die Bürger und Mitarbeiter für einen halbstaatlichen Großkonzern mit "kriminellen Strukturen" haften und nicht die eigentlich Verantwortlichen. Die Manager und Vorstandsmitglieder großer Konzerne sind unsere Leistungsträger, dafür bekommen sie gutes Geld, Lohn, Gehalt, o.ä.. Dafür haften diese dann, wenn sie ihre Arbeit nicht rechtsstaatlich erfüllen, ist doch klar, oder? Jeder Staatsanwalt, der da nicht ermittelt macht sich strafbar, oder er wartet einfach die Verjährungsfristen ab? Also, jeder Politiker z.B. in einem Aufsichtsrat ist Aufsicht und voll verantwortlich für seine Aufsicht, dafür bekommt er die hohe Entschädigung für seine aufwändige Arbeit Aufsicht auszuüben.PUNKT!!!
warum arbeiten Sie sich an den Mitarbeitern ebenfalls ab?? Denken Sie, dass Mitarbeiter sich und wenn wo? melden um ihren Arbeitgeber anzuzeigen? Und warum wird nie Winterkorn erwähnt? Denn der hat alles gewusst und auch die Idee gehabt, da bin ich sicher.
derkohn 19.11.2015
3. In wie viele Scheibchen...
...möchte Volkswagen die Salami denn schneiden? Ich glaube, die verstehen den Ernst der Lage erst dann, wenn die ersten Serien ihrer Betrugsfahrzeuge von den Behörden stillgelegt werden. BTW: Warum dürfen die Schummler denn eigentlich noch in die Feinstaubzonen hinein?
räbbi 19.11.2015
4.
Oha, da werden ein paar Fondgesellschaften schonmal die Messer wetzen, das wird richtig teuer. ...und falls es in der Zeit ein paar Insidertrades der richtigen Damen und Herren gab, klicken auch mal ganz schnell die Handschellen.
matti99 19.11.2015
5. Ethik, Verantwortung, Vertrauen ....
dies kann man nicht mit hohen (zu hohen) Gehältern gleichsetzen, nein die Entscheidungsverantwortung liegt bei diesem Skandal beim Vorstand, beim Vorsitzenden, bei den Entwicklungs- und Marken- und Marketingverantwortlichen, auf diesen Ebenen muss der Motor und deren Möglichkeiten oder eben nicht vorhandenen Möglichkeiten diskutiert und die Produktion und der Verkauf beschlossen sein. Diese Entscheidung wurde zeitlich wann eingeleitet? Bereits unter Piech oder erst unter Winterkorn???
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