Abgasaffäre VW muss in Brasilien rund zwölf Millionen Euro Strafe zahlen

Erste Geldstrafe für Volkswagen im Abgasskandal: Der Autohersteller muss in Brasilien umgerechnet mehr als zwölf Millionen Euro zahlen - und bei rund 17.000 Pick-up-Wagen die manipulierte Software ersetzen.

Zwei T2-Bullis an der Copacabana: Gegenwind für VW do Brasil
DPA

Zwei T2-Bullis an der Copacabana: Gegenwind für VW do Brasil


Die Strafe ist die höchste, die die brasilianische Umweltbehörde Ibama aussprechen kann: Volkswagen muss in Brasilien wegen der Abgasaffäre eine Strafe von umgerechnet mehr als zwölf Millionen Euro (50 Millionen Reais) zahlen. Die Behörde gab die Summe am Donnerstag bekannt und verwies auf die Manipulationen im VW-Skandal.

Die Volkswagen-Tochter VW do Brasil muss zudem 17.057 betroffene Amarok-Pick-ups zurückrufen, um die manipulierte Software zu ersetzen, heißt es in der Mitteilung.

Der Wolfsburger Dax-Konzern hat zugegeben, Diesel-Fahrzeuge mit einer speziellen Software ausgestattet zu haben, die Abgaswerte bei Tests manipuliert. Volkswagen betreibt in Brasilien drei Fahrzeugwerke und eine Motorenfabrik mit insgesamt 20.000 Beschäftigten.

Der VW-Pick-up Amarok ist bekannt für seinen extrem starken Antrieb, doch nun gefährdet die Abgasaffäre auch den Ruf des Geländewagens.

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VW Amarok V8 Passion: Eine volle Ladung Leistung

bos/dpa

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insgesamt 19 Beiträge
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moveup 12.11.2015
1. Ein Schnäppchen
da kann VW echt lachen. 700 EU Strafe für jedes Fahrzeug. Die werden dann gleich auf die Neuwagen in D umgelegt. Fertig.
leidenfeuer 12.11.2015
2. Wo bleibt denn da die Rücksicht?
Brasilien hat jahrzehntelang von VW enorm profitiert. Da ist es doch ungehörig, dass Brasilien jetzt auch noch aus der gegenwärtigen Leidensgeschichte von VW Dukaten schlägt.
einzpunktnull 12.11.2015
3.
@leidenfeuer Was ist das denn bitte für eine Logik? Deutschland und die USA profitierten auch Jahrzehnte lang von VW. Darf man also nur unternehmen verknacken von denen man nicht profitiert? Komische Denkweise.
raber 12.11.2015
4. Brasilien billig für VW
Das ist für VW sehr billig. VW hat aus Brasilien viele Millionen herausgescheffelt, sei es auch über erhöhte Transferpreise, und eine viel höhere Strafe wäre angemessen gewesen. Die dortige Gesetzesgebung schützt aber anscheinend auch die Industrie und der Maximalwert von angeblich nur 12 Millionen ist lächerlich. Was geschieht mit den Amarok die in andere Länder aus Brasilien exportiert wurden? In sehr vielen Ländern hat VW, oder dessen Importeure und Vertreter, weder Information gegeben noch einen Rückruf angekündigt. Wieder diese Doppelmoral wie beim DFB, BER, IOC, Bayern München, usw.
voerden 12.11.2015
5.
Würdest du auch bei Deinen Sohn eine hohe Haftstrafe wünschen, sollte er Steuer hinterzogen haben, der Fairness zuliebe. - Durch die große Bedeutung von VW, besteht eine Verbindung mit VW zu jeden Deutschen. - Ein VW Pleite würde uns alle negativ treffen!
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