Wirtschaft

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Schadensersatz im Dieselskandal

Rechtsdienstleister kündigt weitere Klagen gegen VW an

Der Rechtsdienstleister MyRight vertritt Tausende Kläger im Streit über manipulierte Dieselautos. Nun sollen 13.000 Schadensersatzklagen hinzukommen - und weitere werden geprüft.

Getty Images

VW-Werk in Wolfsburg

Donnerstag, 13.09.2018   16:17 Uhr

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Im Rechtsstreit um Schadensersatz für manipulierte Dieselautos von Volkswagen will die Klägerseite nachlegen. Der Rechtsdienstleister MyRight kündigte 13.000 weitere Klagen an, die bei verschiedenen Gerichten eingereicht werden sollen. Insgesamt vertritt die Firma, die mit der auf solche Fälle spezialisierten US-Kanzlei Hausfeld zusammenarbeitet, nach eigenen Angaben etwa 37.000 Kläger.

In absehbarer Zeit könnten weitere 7000 Fälle hinzukommen, bei denen laut der Firma die Erfolgsaussichten geprüft wurden, teilte MyRight mit. Zudem hätten sich knapp 9000 Autohalter online registriert, die Firma aber noch nicht beauftragt.

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Die Hamburger Firma MyRight steht unter Zugzwang, weil Kläger ihre Ansprüche demnächst kostenlos bei der Verbraucherzentrale Bundesverband anmelden können. Die Verbraucherschützer haben eine Musterfeststellungsklage gegen Volkswagen angekündigt, mit der Besitzer von manipulierten Dieselautos entschädigt werden sollen.

Die Klage, die vom ADAC unterstützt wird, soll mit Inkrafttreten des Gesetzes zur Musterfeststellungsklage Anfang November beim Oberlandesgericht Braunschweig eingereicht werden. Besitzer von manipulierten Diesel-Fahrzeugen der Marken VW, Audi, Skoda sowie private Verkäufer solcher Wagen können sich der Klage anschließen.

Forderungen von 357 Millionen Euro

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MyRight streitet seit dem vergangenen Jahr mit dem Landgericht Braunschweig über die Zulassung einer Sammelklage, hinter der rund 15.000 VW-Kunden stehen. Das Gericht hatte kritische Fragen zur Finanzierung von MyRight gestellt, woraufhin der Rechtsdienstleister einen Befangenheitsantrag gegen die Kammer stellte. Darüber soll demnächst entschieden werden.

In den Fällen geht es um Forderungen von insgesamt 357 Millionen Euro. Gegen die Zurückweisung einer Musterklage durch das Landgericht Braunschweig hatte MyRight Berufung beim Oberlandesgericht eingelegt. Die Firma hat angekündigt, nötigenfalls bis vor den Europäischen Gerichtshof ziehen. Weitere Klagen liegen bei Gerichten in München, Berlin und in Nordrhein-Westfalen.

Vor dem OLG Braunschweig läuft seit dieser Woche zudem ein Musterprozess von Anlegern gegen Volkswagen. Sie werfen dem Wolfsburger Autokonzern vor, zu spät über den Abgasskandal in den USA informiert zu haben und verlangen Schadensersatz für erlittene Kursverluste. Musterklägerin ist die Fondsgesellschaft Deka Investment.

cop/Reuters

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