Trotz Abgasaffäre VW überholt Toyota als weltgrößten Autobauer

Trotz des Dieselskandals hat der Volkswagen-Konzern 2016 gut 10,3 Millionen Autos verkauft - und damit den Rivalen Toyota von der Weltspitze verdrängt.

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Der Volkswagen-Konzern ist im vorigen Jahr als größter Autobauer der Welt an Toyota vorbeigezogen. Volkswagen verkaufte im vergangenen Jahr 10,31 Millionen Fahrzeuge, die Toyota-Gruppe brachte es im selben Zeitraum nur auf 10,17 Millionen Autos.

Es ist das erste Mal seit fünf Jahren, dass der japanische Branchenprimus damit die Führung als größter Autobauer abgeben musste. Die Werte hatten sich schon abgezeichnet, wurden mit den Toyota-Zahlen nun aber offiziell.

Die Japaner spielten die Bedeutung der Platzierung herunter: "Wir bei Toyota sind nicht darauf fokussiert, nach Volumen zu jagen", erklärte der Konzern. Ziel sei es vielmehr, die Nummer eins bei der Qualität zu sein, hieß es.

Während VW trotz des Abgasskandals zuletzt ein Absatzrückgang erspart blieb und vor allem der wichtigste Markt China die Auslieferungen im vergangenen Jahr weiter antrieb, mussten die japanischen Konkurrenten in den USA und damit auf einem ihrer wichtigsten Märkte einen leichten Rückgang hinnehmen.

Auch Volkswagen verbuchte in den USA - dort war die Abgasaffäre im September 2015 bekanntgeworden - zwar ein Minus von 2,6 Prozent. In der Volksrepublik China verkaufte der Konzern jedoch knapp vier Millionen Autos - ein starker Zuwachs von 12,2 Prozent.

hej/dpa



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