Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Sparplan: VW will Tausende Stellen in Büro-Abteilungen streichen

VW-Konzernbetriebsratschef Bernd Osterloh Zur Großansicht
DPA

VW-Konzernbetriebsratschef Bernd Osterloh

Möglichst kein Jobabbau - das war das Versprechen des VW-Managements in der Debatte um Folgen des Abgasskandals. Doch nun stehen in der Verwaltung Tausende Stellen auf der Kippe.

Die finanziellen Folgen der Abgasaffäre bedrohen bei Volkswagen Tausende Stellen. Die Zahl der Büroarbeitsplätze in Deutschland solle bis Ende 2017 um etwa 3000 Stellen sinken, berichten die Nachrichtenagenturen dpa und Reuters übereinstimmend.

Wegen der bei VW geltenden Beschäftigungssicherung werde aber niemand entlassen. Das Personal solle stattdessen durch Altersteilzeit, die Nichtbesetzung freiwerdender Stellen sowie die Versetzung in andere Abteilungen reduziert werden. Insgesamt arbeiten bei VW in Westdeutschland rund 120.000 Mitarbeiter, ein Drittel davon in der Verwaltung.

VW äußerte sich nicht zu den Plänen.

Das Management hatte im Skandal um manipulierte Abgaswerte von weltweit mehr als elf Millionen Dieselautos bereits Rückstellungen von 6,7 Milliarden Euro gebildet. Neben den Kosten des Rückrufs der betroffenen Fahrzeuge dürften zahlreiche Prozesse und Strafen teuer für Europas größten Autobauer werden.

Zudem will der Vorstand mit einem verschärften Sparkurs gegensteuern, der auch einen Stellenabbau nicht ausschließt. Zwischen dem Betriebsrat und dem Vorstand der VW-Kernmarke gibt es große Differenzen über die Umsetzung.

ssu/dpa/Reuters

Diesen Artikel...
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 15 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1.
upalatus 10.03.2016
Ganz spontan: https://www.youtube.com/watch?v=kQUJfpcSRQ0 ...........
2. Statt das man nur die Vorstände oder
Vermeer79 10.03.2016
die Entscheidungsträger in die Pflicht nimmt, dürfen die Angestellten wieder alleine den Kopf hinhalten. Die oberen erhalten vermutlich noch Boni-Zahlungen wenn die Aktie wieder genug Ertrag abwirft.
3. Wie üblich
ex-optimist 10.03.2016
Die Kleinen müssen die Fehler des Managements wieder einmal aus baden. Das nennt man unternehmerisches Risiko und rechtfertigt damit die hohen Bezüge der Manager.
4. Logisch
pressezombi 10.03.2016
Das ist doch klar, dass VW-Management bei den "Wasserköpfern" sparen will, um den guten Umsatz zu erzielen. Wegen Abgasskandal und großen Straffen war es doch logisch.
5. Kürzungs/Streichpaket nixxe Sparpaket
genugistgenug 10.03.2016
Wann lernt das die Presse endlich, dass SPAREN bedeutet 'VORHANDENES Geld zurücklegen' und nicht streichen als Einsparungen zu verkaufen. Denn dieses Geld ist doch gar nicht mehr da. Übrigens, bei VW wird es so laufen wie Quelle, Karstadt, usw. Mal sehen wann die Fördergelder beantragen, bzw. nachgeworfen bekommen. PS wieso ist der US Chef so schnell verschwunden? Verliert er da nicht den Unternehmensrechtsschutz und wird für US Justiz vogelfrei, bzw. muss die Anwaltskosten selbst zahlen?
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    

© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH




Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: