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Währungskrise Wem der Euro-Verfall nutzt - und wem er schadet

Europäische Zentralbank: Bedenklicher AbwärtsstrudelZur Großansicht
DDP

Europäische Zentralbank: Bedenklicher Abwärtsstrudel

2. Teil: Verbraucher - wie sicher ihr Geld jetzt noch ist

Viele Anleger verunsichert der rapide Euro-Verfall: Sind die mühsam zusammengetragenen Euro auf der Bank bald massiv entwertet? Und wenn ja - wie kann der Privatanleger sein Vermögen schützen?

Fakt ist: Wer keine Währungsspekulationen betreibt, dem kann das Auf und Ab des Euro zunächst einmal völlig gleichgültig sein. "Die Gemeinschaftswährung verliert ja nur gegenüber anderen Währungen an Wert", sagt Uwe Döhler, Anlageexperte bei der Verbraucherzeitschrift "Finanztest". "Finanzprodukte, die in Euro notieren, wären von diesen Schwankungen nur betroffen, wenn der Euro abgeschafft und die D-Mark wieder eingeführt würde. Davon aber ist im Moment nicht auszugehen."

Auch auf die Entwicklung der Börsenkurse hat das Euro-Hickhack wenig Einfluss. Nach dem fulminanten Auf und Ab in den vergangenen 14 Handelstagen dürfte sich der deutsche Aktienmarkt nach Expertenschätzungen in dieser Woche sogar erholen. Vor allem die Titel exportorientierter Unternehmen dürften gefragt sein, da ein schwacher Euro deren Waren im Ausland billiger macht - und dadurch die Verkäufe ankurbelt.

Dennoch macht der ruckartige Euro-Verfall den Experten Sorgen. "Er ist ein deutliches Symptom für geldpolitische Gefahren", sagt Ansgar Belke, Forschungsdirektor für internationale Makroökonomie am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). So könnte der schwache Euro auf eine baldige Inflation hinweisen.

Tatsächlich sind die Gefahren einer Geldentwertung bedenklich gestiegen. Seit Beginn der Finanzkrise überflutet die Europäische Zentralbank (EZB) die Märkte mit Geld - und neuerdings kauft sie auch noch die Anleihen kriselnder Staaten. Indem sie Schulden absaugt, bringt sie faktisch noch mehr Geld in den Umlauf. In Kombination mit einem langsamen Wirtschaftswachstum könnte das die Inflation treiben.

Experten raten zu kurzfristigen Anlagen

Ob es dazu kommt, ist allerdings umstritten. Es könnte auch sein, dass die Bürger im Gegensatz zur öffentlichen Hand immer weniger Geld ausgeben, dass sie ihr Erspartes angesichts der unsicheren Zeiten lieber zur Bank tragen. Die Folgen: niedriges Wachstum und niedrige Inflation - im schlimmsten Fall sogar Deflation, also sinkende Preise.

Angesichts der unsicheren Situation raten Experten derzeit zu kurzfristigen Anlagen. "Verbraucher sollten ihr Geld maximal drei Jahre binden", sagt Döhler, "eher sogar nur einige Monate." Denn wenn die Inflation anzieht, ist es sehr wahrscheinlich, dass die Europäische Zentralbank gegensteuert, indem sie den Leitzins steigert. Das ist der fundamentale Zinssatz, zu dem sich die Banken untereinander Geld leihen. In der Folge steigen auch die Zinsen für Anlagen.

"Wer sein Geld jetzt zu lange bindet, läuft Gefahr, von den steigenden Zinsen nicht zu profitieren", sagt Döhler. "Wenn die Inflationsrate über das aktuelle Zinsniveau von Anlagen steigt, könnten Verbraucher sogar Geld verlieren."

Von vorgezogenen Einkäufen rät Döhler dagegen dringend ab. "Es bringt beispielsweise nichts, sich jetzt einen Fernseher zu kaufen, weil man fürchtet, das Gerät könnte bald teurer werden", sagt er. "Man sollte aus Angst vor einer möglichen Inflation nicht über die eigenen Verhältnisse leben."

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insgesamt 47 Beiträge
Sukram71 18.05.2010
"verliert Rapide an Wert" finde ich etwas übertrieben. Der kurzzeitige Maximalwert im Nov. 2009 war 1,50 US-Dollar. Jetzt sind wir bei 1,25 USD. Das ist ein Verlust von 17 Prozent. Der Mittelwert der letzten Jahre [...]
Zitat von sysopDer Euro verliert rapide an Wert - das schürt Ängste und Hoffnungen zugleich. Anleger bangen um ihr Erspartes, Unternehmer dagegen hoffen auf einen Exportboom. SPIEGEL ONLINE analysiert, wer von der Währungsschwäche profitiert und wer sie fürchten muss. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,695137,00.html
"verliert Rapide an Wert" finde ich etwas übertrieben. Der kurzzeitige Maximalwert im Nov. 2009 war 1,50 US-Dollar. Jetzt sind wir bei 1,25 USD. Das ist ein Verlust von 17 Prozent. Der Mittelwert der letzten Jahre lag in etwa bei 1,35 USD. Der Verlust von 0,10 entspricht in etwa 7 Prozent.
Hilfskraft 18.05.2010
bei dem momentanen Stand des Euros gegenüber des Dollars würde ich nicht gerade von "Verfall" sprechen. Verfall ist was anderes. Da braucht man sich nur die Bilder unserer Möchtegern-Herrscher in Berlin anschauen. [...]
bei dem momentanen Stand des Euros gegenüber des Dollars würde ich nicht gerade von "Verfall" sprechen. Verfall ist was anderes. Da braucht man sich nur die Bilder unserer Möchtegern-Herrscher in Berlin anschauen. Morbide, zerbröselnd. Wer Dollar bezahlen muß, zahlt mehr - wer Dollar bekommt, bekommt mehr. Vorher zahlte man weniger Dollars, bekam auch weniger. Vorher schadete der Kurs der Dollar-Welt, jetzt nutzt er der Dollar-Welt. Ein Auf und Ab. So muß es sein. Geld muß leben. Daß Frau Merkel einen gesetzlich festgeschriebenen Wechselkurs bevorzugt, liegt an ihrer Ossi-Vergangenheit.
Sukram71 18.05.2010
Wenn man sich die Kurscharts der letzten Jahre ansieht, dann begann der Höhenflug des Euro so etwa 2007/2008. - Also dann, als in Amerika die Immobilienblase platze bzw. sich dies ankündigte und die Banken Pleite gingen. Es [...]
Wenn man sich die Kurscharts der letzten Jahre ansieht, dann begann der Höhenflug des Euro so etwa 2007/2008. - Also dann, als in Amerika die Immobilienblase platze bzw. sich dies ankündigte und die Banken Pleite gingen. Es kann halt sein, dass der Euro jetzt wieder auf ein Normalmaß zurück fällt. Warum sollte der Euro auch so viel mehr Wert sein, als wie der US-Dollar?
Sukram71 18.05.2010
Nun also von Vorteil sind solche relativ starken Schwankungen im Wechselkurs nun aber auch nicht gerade ... ;-)
Zitat von HilfskraftDaß Frau Merkel einen gesetzlich festgeschriebenen Wechselkurs bevorzugt, liegt an ihrer Ossi-Vergangenheit.
Nun also von Vorteil sind solche relativ starken Schwankungen im Wechselkurs nun aber auch nicht gerade ... ;-)
sitiwati 18.05.2010
als Verbraucher angeschi...... ! angebot einer Versicherung. lv 18 Jahre Laufzeit 8 50€ momatlich, bei einegzahlten c 18.000 wird eine Auszahlung von 11.300 garantiert ! oder bei eingezahlten 3040€ gibts eine garantiesummen von [...]
als Verbraucher angeschi...... ! angebot einer Versicherung. lv 18 Jahre Laufzeit 8 50€ momatlich, bei einegzahlten c 18.000 wird eine Auszahlung von 11.300 garantiert ! oder bei eingezahlten 3040€ gibts eine garantiesummen von 28850 !
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