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12. Januar 2018, 06:59 Uhr

US-Einzelhändler

Walmart erhöht Stundenlohn wegen US-Steuerreform

Walmart rechnet wegen der US-Steuerreform mit höheren Gewinnen und hebt deshalb den Stundenlohn für seine Angestellten um zwei Dollar an. Die Manager des Konzerns könnten aber noch stärker profitieren.

Der US-Einzelhandelsriese Walmart erhöht den Mindestlohn für seine mehr als eine Million Angestellten. Ab Februar werde pro Stunde elf Dollar (9,17 Euro) gezahlt, teilte der größte private Arbeitgeber der USA mit. Zudem werde es Einmalprämien von bis zu 1000 Dollar und Verbesserungen bei Mutterschutz und Elternzeiten geben. Walmart begründete den Schritt mit der jüngsten Steuerreform.

Bislang zahlte Walmart ein Einstiegsgehalt von neun Dollar pro Stunde, nach drei Monaten und einer Weiterbildung erhöhte sich der Stundenlohn auf zehn Dollar. "Von nun an beträgt der Einstiegslohn für alle Angestellten mindestens elf Dollar die Stunde", sagte ein Unternehmenssprecher.

Nach Angaben von US-Finanzminister Steven Mnuchin beschlossen bereits 130 Firmen Bonuszahlungen und Prämien infolge der Steuerreform. Darunter sind die Fluggesellschaft American Airlines, der Telekommunikationskonzern AT&T und der Finanzdienstleister Wells Fargo. Demnach könnten zwei Millionen US-Bürger profitieren.

Die Steuerreform war im Dezember abschließend verabschiedet worden. Sie sieht eine drastische Senkung der Unternehmensteuer von 35 auf 21 Prozent vor. Kritiker monieren, dass die sozialen Verbesserungen für Arbeitnehmer nur einen geringen Anteil der durch die Steuerreform erwarteten Gewinne ausmachen werden. Sie befürchten, dass die Gewinne vor allem in Aktienrückkaufprogramme, höhere Dividenden und Managergehälter fließen werden.

hej/AFP

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