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Umzug nach Kanada: Buffett hilft Burger King beim Steuersparen

Burger King bekommt fachkundige Hilfe bei der Steueroptimierung. Der Fast-Food-Riese will seine Firmenzentrale nach Kanada verlegen, indem er die Donut-Kette Tim Hortons übernimmt. Ein Finanzier des Deals ist offenbar Warren Buffett.

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Starinvestor Buffett: Bis zu drei Milliarden Dollar für Burger King

Omaha - Warren Buffett will Burger King bei der Verlagerung des Firmensitzes ins steuergünstigere Ausland helfen. Der Starinvestor soll eine entscheidende Rolle bei der zu diesem Zweck geplanten Übernahme der kanadischen Kaffee- und Donut-Kette Tim Hortons spielen, schreiben das "Wall Street Journal" und die Nachrichtenagentur Bloomberg. Bis zu drei Milliarden Dollar soll Buffetts Holding Berkshire Hathaway zur Übernahme beisteuern.

Buffett, der mit seinen Investments stark auf amerikanische Traditionsunternehmen setzt, würde dadurch mitten in die öffentliche Debatte um die Steueroptimierung von US-Konzernen geraten. In jüngster Zeit hatten bereits andere Unternehmen ihre Zentrale über Fusionen ins Ausland verlagert, darunter die Pharmafirmen AbbVie und Mylan. Die Firmen versuchen, die vergleichsweise hohen Unternehmenssteuern in den USA zu meiden. 35 Prozent zwackt Washington von den Einkünften ab, inklusive lokaler Steuern sind es im Schnitt knapp 40 Prozent.

"Amerikaner haben es satt, dass große Finanzkonzerne nach anderen Regeln spielen können, wenn es ums Steuerzahlen geht", sagte der republikanische Senator John McCain kürzlich. Die Regierung von Präsident Barack Obama drängt den Kongress dazu, die Schlupflöcher zu schließen. Obama warf Firmen, die auswandern, einen Mangel an "wirtschaftlichem Patriotismus" vor. Ob sich Republikaner und Demokraten letztlich auf Maßnahmen gegen Steueroptimierung einigen können, ist aber noch nicht klar.

Burger King jedenfalls dürfte dann bereits ausgewandert sein. Laut "Wall Street Journal" könnte das Unternehmen die Übernahme der Kanadier bereits in den kommenden zwei Tagen besiegeln. Wie der Deal genau finanziert wird, ist aber offenbar noch unklar.

Die Begeisterung der Burger-King-Aktionäre könnte durch die Einbeziehung der Investorenlegende Buffett weiter wachsen. Bereits zu Wochenbeginn war die Burger-King-Aktie um fast 20 Prozent gestiegen.

ssu/dpa-AFX

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insgesamt 30 Beiträge
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1. Umzug nach Kanada
warlock2 26.08.2014
Wegen mir können alle Filialen aus Deutschland mit umziehen!
2.
jamon 26.08.2014
ich denke, dass burger king es auch bitter nötig hat steuern zu sparen. der laden geht ja sonst den bach runter....böse, böse steuern....
3. gewinnoptimierung
bernteone 26.08.2014
solange regierungen nichts dagegen unternehmen und die gesetze ändern wird sich an der steuerflucht von firmen auch nichts ändern , ist halt schade das alles legal ist und keiner interesse hat etwas zu ändern . so bleibt die steuerlast wie immer beim ottonormalverbraucher . aber das ist kein amerikanisches problem.
4. er ist ..........
ph.latundan 26.08.2014
er ist einfach gut. ich werde seine aktie kaufen.
5.
NightToOblivion 26.08.2014
Ein Grund mehr Steuern immer dort zu erheben wo das Geld verdient wird und nicht bei irgendwelchen Konzernzentralen und Steuerberatern im Ausland.
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