Fallende Energiepreise Starinvestor Buffett steigt bei Ölkonzern Exxon aus

Warren Buffett hat sich von 41 Millionen Exxon-Aktien getrennt, auch aus anderen Energiekonzernen zieht sich die Investorenlegende zurück. Begründung: der Verfall beim Ölpreis.

Investorenlegende Buffett (Archivbild): Rückzug wegen Ölpreisverfall
AP/dpa

Investorenlegende Buffett (Archivbild): Rückzug wegen Ölpreisverfall


New York - Der US-Multimilliardär Warren Buffett zieht sich wegen des Ölpreisverfalls aus dem Energiesektor zurück. Seine Investmentfirma Berkshire Hathaway hielt Ende Dezember keine Anteile mehr an den großen US-Ölunternehmen ExxonMobil und ConocoPhillips Chart zeigen. Das geht aus einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC vom Dienstag hervor.

Ende September war Berkshire noch mit rund 41 Millionen Aktien im Wert von etwa 3,7 Milliarden Dollar (3,2 Milliarden Euro) an Exxon beteiligt und hatte 471.994 Anteilsscheine von ConocoPhillips im Portfolio.

Beide Unternehmen hatten wegen des Ölpreisverfalls - seit Sommer haben sich die Preise mehr als halbiert - zuletzt kräftige Abstriche beim Gewinn machen müssen.

ExxonMobil Chart zeigen ist der größte börsennotierte Ölkonzern weltweit. ConocoPhillips ist die drittgrößte US-Ölfirma, agiert aber vor allem als Dienstleister bei der Förderung.

Berkshire hat sich aus dem Energiesektor nicht komplett zurückgezogen. Buffetts Holding war zuletzt beispielsweise noch an dem Unternehmen National Oilwell Varco beteiligt. Seinen Anteil am kanadischen Öl- und Gas-Konzern Suncor Energy hat er sogar aufgestockt.

Berkshires vierteljährliche Meldungen an die Börsenaufsicht werden von zahlreichen Investoren aufmerksam verfolgt - sie wollen an den Erfolg Buffetts anknüpfen. Für das letzte Quartal 2014 meldete das Unternehmen auch den Kauf von rund 15 Millionen Aktien des Maschinenbauers Deere & Company sowie die Erweiterung der bereits umfangreichen IBM-Beteiligung um 6,5 Millionen Aktien.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Artikels hieß es unter Berufung auf die Nachrichtenagentur dpa, das Unternehmen Suncor sei ein Spezialist für Erneuerbare Energien. Das Unternehmen ist aber vor allem als einer der größten Öl- und Gas-Konzerne Kanadas bekannt. Wir haben dies entsprechend korrigiert.

sun/dpa/AP

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insgesamt 19 Beiträge
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Seite 1
tailspin 18.02.2015
1. Aua! Da ist was im Busch.
Da Buffett nach eigenem Bekenntnis so gut wie niemals Aktien verkauft, er waehlt sie halt vorher in ueberragender Weise aus, muss er die Hoffnung auf Exxon aufgegeben haben. Gerade wollte ich noch annehmen, dass der Oelpreisverfall ein BFTD Event ist. Aber ich wuerde niemals gegen Buffett wetten. Noch nicht mal im Traum.
hevopi 18.02.2015
2. Hoffentlich
hat das mal richtig Kohle gekostet.
lomograph23 18.02.2015
3. Macht weiter so
Dann bleibt der Islam die nächsten 1000 Jahre im Mittelalter...
auf_dem_Holzweg? 18.02.2015
4. wird er alt?
denn hier steigen die Benzinpreise bereits wieder ordentich... ohne Grund, mit Untetrstützung der Kartellämter... er sollte im Europäischen Markt investieren, dort wo die Schäfchen vom Staat leergesaugt werden!
bonner85 18.02.2015
5. Da widerspricht er sich ja selbst...
Sonst empfiehlt er immer Aktien nachzukaufen, wenn die Preise von soliden Unternehmen gesunken sind und einen extrem langfristigen Anlagehorizont zu haben. Die niedrigen Ölpreise sind nur eine kurzfristige Sache und dass Exxon ein solides Unternehmen ist, steht außer Frage. Daher würde ich mal gerne wisse weshalb er sich tatsächlich von den Aktien getrennt hat. Denn sein Verhalten erinnert eher an einen kurzfristigen Investor / Daytrader... Und wer Buffet kennt, weiß dass das eigentlich nie seine Anlagestrategie war. Nach seinen eigentlichen Empfehlungen hätte er die Chance jetzt nutzen müssen, um neue Aktien günstig nach zu kaufen... Merkwürdig!
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